Sonntag, 15. Oktober 2017

Zum Geburtstag darf man sich etwas gönnen: Mraz & Sohn

Hallo meine Lieben,

kennt ihr das? Als Kind hab ich schon immer die Tage bis zum nächsten Geburtstag gezählt, ich konnte das Älterwerden kaum erwarten. Nun, Mitte 20, frage ich mich immer wieder wo das letzte Jahr denn hin ist, denn ich hatte doch erst Geburtstag.

Seit ich Martin kenne, gebe ich für Essen und besonders fürs Essen gehen mehr Geld aus, meine Toleranzgrenze liegt mittlerweile ein ganzes Stück höher als es früher der Fall war. Es hat sich eine gemeinsame Leidenschaft entwickelt und die ist uns das auch wert. So waren wir zu meinem Vierteljahrhundert-Jubiläum letztes Jahr zum ersten Mal in einem Haubenlokal, dem Tian.

Davon angesteckt ging die kulinarische Reise heuer zu Mraz & Sohn..

Hausgemachte Brezn mit einreduziertem Schlagobers, Schnittlauch und Radieschen

Ambiente (4,5/5)

Interessant war beim Ankommen bei Mraz & Sohn schon der Eintritt, denn wie bei einer Wohnung oder einem Haus steht man erst einmal davor und muss klingeln. Nach ein paar Schritten kommt man schon an der Küche vorbei in die man durch die Verglasung einen großartigen Einblick hat. Unser Tisch befand sich jedoch im hinteren Teil des Restaurants. Der absolute Blickfang ist für mich wie überall die Ziegelmauer, ich liebe sie einfach. Die Wände an der Fensterseite waren dunkel gehalten, die gegenüberliegenden in weiß. Über Kunst lässt sich bekanntlich so streiten, so urteile ich hier nicht über die Bilderauswahl. Die Tische waren mit einer schlichten weißen Tischdecke überzeugen und nur mit dem Nötigstens eingedeckt - keep it simple and delicious. Weiß war auch die Decke, die mich irgendwie an einen Container erinnert hat, hiervon kommt auch der kleine Punktabzug. Positiv fand ich wiederum die hochprozentige Dekoration an der Wand, ich konnte mich hier gleich mal von den Schnapsauswahl überzeugen.



1. Ambiente
2. Maroni, Tompinamburblüte, karamellisierter Joghurt
3. "Schlossabuam" salzig mit Speck, Zwetschke und Schafkäse
4. Gebratene Auster in Zitronenbutter

Service (5/5)

Wie einige von euch bestimmt schon wissen mögen wir es kompetent und locker - hochqualitativer Service ohne Stock im Popsch (ja, wenn man mit mir spricht, verwende ich hier ein anderes Wort ;)). Ein bisschen fürchte ich mich bei solchen Restaurantbesuchen immer davor, in Erinnerung an unseren Besuch im Le Loft zu unserem 1. Jahrestag. Damals war ich das nicht gewohnt, dass mir jemand vorstellt was da auf meinem Teller ist - immerhin hab ich es ja bestellt. Entsprechend beklemmt fühlte ich mich damals, aber mittlerweile ist das in Ordnung. Abgesehen davon lassen die Speisekarten in den meisten Haubenlokalen ohnehin nur ungefähr erahnen was es gibt ;)

Besonders in Erinnerung bleibt uns immer der Sommelier, Simon Schubert wirkt wie ein richtiger Geschichtenerzähler. Er hat zu jedem Wein eine kleine Hintergrundgeschichte und das unterstreicht das Erlebnis bei Mraz und Sohn. Das ist eine beachtliche Leistung, denn hier gibt es keine Weinkarte, nein, ein unglaubliches Weinbuch. Nach ein bisschen Sondieren und Abfragen der Wünsche wurde uns ein kräftiger und holziger Sauvignon Blanc von Eva Pöckl am Neusiedler See (Jahrgang 2013) empfohlen.

Grundsätzlich war die Atmosphäre locker und man hat sich richtig wohl gefühlt. Das Personal war für Scherze zu haben und so fühlt man sich jedenfalls eher wie bei Freunden als in einem steifen Haubenlokal. Unsere Erfahrung passt wunderbar mit der Beschreibung zu Markus Mraz auf der Homepage überein: "Restaurantleiter und Gastgeber, jemand der es versteht bei jedem Gast sofort für heimelige Wohnzimmerstimmung zu sorgen und doch nie um einen Schmäh verlegen ist". Er ist auch Herr über den Käsewagen, der mit 40-50 Käsesorten den Himmel für jeden Käseliebhaber bedeutet. 


1. Käsevariationen
2. Brotvariationen (Schokolade-Chili, Weißbrot, Laugenbrot, Knoblauch-Focaccia, getrocknete Tomate und Kapern, Lavendel und Thymian)


Geschmack (4/5)

Das ist diesmal der mit Abstand schwierigste Punkte für mich, da wir auf diesem Niveau noch kaum Vergleichswerte haben. Aber beginnen wir von vorn: Mraz und Sohn verzichten bewusst auf eine Speisekarte. Der Fokus liegt darauf abzuschalten, nicht lange nachdenken zu müssen und einfach zu genießen. Die einzige Wahl: Möchte man 4, 6 oder 9 Gänge. Um ungefähr eine Idee zu bekommen, werden den Gästen immerhin Komponenten der einzelnen Gänge verraten.

Makrele
Baby, schneid die Melone an
Minimal
Kombu
Gefüllte Paprika
Kein Backhendl
Käse vom Wagen
Erdbeer
Steinpilz/Majoran

Bis auf den Käse immer noch sehr kryptisch, oder?

Wir entschieden uns für die goldene Mitte, also für 6 Gänge. Vorab wird man nach Zutaten gefragt, die man gar nicht mag. Wie aus der Pistole geschossen antworte ich zumeist: Gurke und Sellerie. Danach habe ich mit Martin noch gewitzelt, dass ich Wassermelone vergessen hab. Dass sich das aber noch zu unserem Vorteil auswirkt, erkläre ich später.

Ich sag's euch ganz ehrlich: Meine folgenden Angaben werden nicht hunderprozentig genau sein, denn man kann sich die ganzen Komponenten gar nicht merken, wenn man nicht den ganzen Abend mitschneidet. Ich habe mir allerdings Notizen gemacht um nicht ganz blöd aus der Wäsche zu schauen ;) Begonnen wurde mit drei Grüßen aus der Küche. Geeister Kohl mit Mandarine und Olive (die Olive laut Martin) machte dabei den Anfang. Da hab' ich außer "kalt" (und ja, das ist in dem Sinne kein Geschmack) nicht viel geschmeckt. Zudem fand sich eine Auster ein, der ich etwas kritisch gegenüberstand, denn mein letzter Versuch endete mit einem Gesichtsausdruck als hätte ich einen Schluck Meerwasser inhaliert. Die gebratene Variante mit Zitronenbutter hat mich Aphrodisiakum aus dem Meer aber wieder versöhnt. Die Liebe zu gesalzener Butter wurde mit der hausgemachten Brezn sowie Schnittlauch und Radieschen aufs Neue entflammt.

Des Weiteren wurde Maroni mit Tompinamburblüte und karamellisiertem Joghurt serviert, eine sehr schmackhafte Komposition. Wie großartig das "Simple" sein kann, zeigte der gedämpfte Steinpilz (ohne weitere Würzung) in der Steinpilzconsommé. Ausgefallener war dagegen das Beef Tartar auf Wassermelone mit Kürbiskernöl - wo wir bei besagter Aversion wären. Wenn etwas schon mal auf den Tisch kommt, dann probiere ich das selbstverständlich auch. Noch dazu wo ich Beef Tartar vergöttere, also kann die Melone da doch nicht so tragisch sein, oder? Nein, absolut nicht. Ich glaube tatsächlich noch nie eine bessere Wassermelone verspeist zu haben ;)

Die Wiener "Schlossabuam" auf salzige Art mit Speck, Zwetschken und Schafkäse bildeten ebenfalls einen Gang. Den Gang hab' ich davor schon bei einem anderen Tisch aufgeschnappt und gehofft, dass dieser nicht an uns vorübergeht. Es war wirklich gut, ist mir aber nicht als der spektakulärste Gang in Erinnerung geblieben. Da hat das butterweiche Huhn, mariniert in Sojasauce, weitaus mehr Eindruck hinterlassen, denn das konnte man fast mit der Zunge zerdrücken. Davon gab es zweierlei Varianten, einmal mit Bratensaft und schwarzem Trüffel und einmal als Fried Chicken mit Zitronengras. Beides sensationell! Dazu gereicht wurde Eisbergsalat mit Yuzu-Marinade, mal etwas Anderes als Essig und Öl. Obwohl es von dem Gang kein (weil nicht schön) Foto gibt und er uns auch nicht so fest in Erinnerung geblieben ist, soll auch noch die gefüllte Hababnero-Chili mit Krebsfleisch im Minzmantel nicht vergessen werden. 

In Verzückung bin ich geraten als ich den Käsewagen entdeckt habe. Der absolute Wahnsinn. Als dann auch noch ein Wagerl mit unterschiedlichstem Gebäck anrollte, war ich auf Essenswolke 7 angekommen. So einfach ist das bei mir? Wir entschieden uns für die Brotkreationen Schokolade-Chili, Weißbrot, Laugenbrot, Knoblauch-Focaccio, getrocknete Tomate und Kapern sowie Lavendel-Thymian. Jedes für sich ein Gedicht. Während Martin, der nicht-so-Käselieberhaber, sich für die Käsevarianten "mild" entschied, durfte es für mich schon etwas herzhafter sein. So gab es in etwa Ziegenrohmilchkäse, Kürbiskern, mittelalten Gouda, Käse in Rosé-Champagner, Blauschimmel und zwei die ich nur als "Stinker" und "Oberstinker" bezeichnet habe nachdem mir vor lauter Auswahl der Kopf geraucht hat. Weil das noch nicht genug ist, gab es Oliven, Erdnussbutter, Feigenchutney, Trüffelhonig und Weintrauben dazu. Vom Trüffelhonig schwärme ich immer noch. Alles für sich betrachtet, war wunderbar. Allerdings muss ich anmerken, dass es mir hier schon zu viele Geschmackskomponenten gab. Ich wusste gar nicht so recht womit ich (abgesehen vom Käse) anfangen und was womit kombinieren sollte. Vieles war außergewöhnlich und neu, wollte also entdeckt werden. Ein bisschen zu viel auf einmal also.

Kommen wir zu den süßeren Gefilden. Die rehydrierten Erdbeeren in karamellisiertem Joghurt waren wirklich fantastisch, aber reinlegen wollte ich mich am liebsten in das Sorbet von der Calamondinorange in Schokolade auf Kokosbett. Und das, obwohl ich eigentlich kein Fan von Sorbets bis.

Zusammengefasst war es ein fantastischer kulinarischer Abend. Meine Highlights waren das Huhn, das Tartar sowie das Sorbet. Und der Wein, ein Wahnsinn. Es fällt mir wirklich schwer als Hobbyköchin ein Haubenlokal zu kritisieren, aber ich finde, dass man sich bei Mraz und Sohn ruhig noch ein wenig mehr trauen könnte - die Küche hat es ja offensichtlich und definitiv drauf. 



1. Fried Chicken in Sojasauce mariniert mit Zitronengras
2. Eisbergsalat mit Yuzu-Marinade
3. Hühnerbrust in Sojasauce mariniert mit Bratensaft und schwarzem Trüffel
4. Geeister Kohl, Mandarine

Preis (5/5)

Ganz direkt: Ins Haubenrestaurant zu gehen muss es einem wert sein. Ich bestreite nicht, dass es in anderen Lokalen nicht ebenfalls großartige Küche gibt, aber hier wird einem doch etwas Anderes  und Ausgefalleneres geboten, dass man anderswo nicht so schnell findet. Und wie sag ich immer: Man weiß ja vorher wo man hingeht. Daher haben uns die € 280 nicht so erschreckt (dabei: 6 Gänge à € 99, stilles Mineral, eine Flasche Wein, 2 kleine Bier).

Wer sich langsam ranessen möchte, kann mit 4 Gängen um € 78 Euro beginnen und sich zu 9 Gängen um € 129 hinfuttern. Hie und da ist es uns das wert, denn es ist immer wieder ein Erlebnis.



Wiederkommen?

Schneller als gedacht gewöhne ich mich ja an die Haubenküche, ich schließe es also nicht aus. Der nächste Grund zum Feiern kommt bestimmt :)

Alles Liebe,
eure Janine



1.Hausgemachte Brezn
2. reduziertes Schlagobers, Schnittlauch und Radieschen zur Brezn
3. Rehydrierte Erdbeere in karamellisiertem Joghurt
4. Sorbet von der Calamondinorange in schokolade auf Kokosbett

Infos

Standort
Wallensteinstraße 59
1200 Wien

WWW
www.mraz-sohn.at

Öffnungszeiten
Montag - Freitag:  19 - 00 Uhr

Reservierung 
online hier oder telefonisch unter: + 43 1 330 45 94

Erreichbarkeit
5 Rauscherstraße
5B Wallensteinplatz
33 Wallensteinplatz
U6 Jägerstraße


1. Beilagen zum Käse (Ziegenrohmilchkäse, Kürbiskern, mittelalter Gouda, in Rosé-Champagner..)
2. Gedämpfter Steinpilz und Steinpilzconsommé
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Samstag, 23. September 2017

5 Jahre Stein & Semmel: Kärnten in Wien

Hallo ihr Lieben,

im Beitrag 5 Jahre Stein & Semmel: Wie alles begann habe ich euch unseren Anfang vorgestellt oder besser gesagt das erste Monat ;) Heute also Teil 2 wie es weiterging..


Als die rosarote Brille blieb..

Obwohl man sich besonders zu Beginn am liebsten rund um die Uhr um sich haben möchte, ging es eigentlich ganz gut, dass wir uns nur alle 2-3 Wochen sahen. Dass ich da nicht die Krise bekommen habe, wundert mich allerdings bis heute - kuschelsüchtig wie ich bin. 

Dennoch kam bald der Gedanke auf, dass schneller als gedacht Nägel mit Köpfen gemacht werden und Martin nach Wien zieht. Zahlreiche Wohnungsinserate, drei Wohnungsbesichtigungen und gerade mal 4 Beziehungsmonate später saßen wir bei der Hausverwaltung und unterschrieben den Mietvertrag für die Wohnung, die wir noch heute unser Zuhause nennen. Nicht das Nonplusultra, aber für wiener Verhältnisse und (zumindest meine) erste Wohnung ist sie voll in Ordnung :) Ich kopflastiger Mensch hatte mich also Hals über Kopf auf einen Typen eingelassen und nach einer recht kurzen Zeit vor mir bald eine Wohnung mit ihm zu teilen.. Na gut, dass ich bei Mama ja immer  noch ein Zimmer hatte, für den "Notfall" und so.. Der Notfall ist nie eingetreten.

Auf nach Wien!

Dass ich einen Redebedarf sondergleichen habe, ist ohnehin allen bewusst die mich kennen. Martin bekommt davon nochmal eine Extraportion hab soweit das möglich ist. Aber alles von vorne..

Da ich ohnehin schon in Wien war, blieb die Wohnungssuche natürlich hauptsächlich mir überlassen. Immerhin war und bin ich ja auch viel kritischer, wenn es um den Bezirk geht und ich kenne mich hier schlichtweg besser als. Zuvor wurde natürlich besprochen was sich jeder von uns vorstellt und ich habe den Makler auch dazu gebracht noch eine Besichtigung zu ermöglichen bevor wir den Mietvertrag unterschreiben. Man soll ja bekanntlich nicht die Wohnung im Sack kaufen.



Schicksalhaft ging es weiter..

Bis heute bin ich der Meinung, dass das Mission2Beach-Band (so wie Festivalbänder) von meiner Maturareise ein Glücksbringer ist. Nachdem ich einen Bogen ausgefüllt hatte, dass wir uns für die Wohnung interessieren, wurde ich zu einem Gespräch mit dem Makler eingeladen. Dieser war, wenn auch ein paar Jahre vor mir, auf eben dieser Reise und das bringt natürlich ordentlich Gesprächsstoff und lustige Geschichten mit sich. Natürlich hat das letzte Wort der Hauseigentümer, aber ich bin sicher dieses pinke Bändchen hat uns Pluspunkte eingebracht :D Zwei Tage später kam die Mail, dass wir den Zuschlag haben.

Damit kündigte auch Martin sein Vorhaben in die Hauptstadt zu ziehen an. Es dauerte nicht lange als sein damaliger Chef einen Anruf aus Wien bekam. Ein alter Freund eröffnete ein Hotel und erkundigte sich, ob er nicht ein paar motivierte junge Menschen wisse, die in Wien einen Job suchen. Ihr versteht nun was ich meine, oder?

Der Tag X aka der Umzugstag nach Wien wurde von Pleiten, Pech und Pannen heimgesucht. Bei einer Kontrolle auf der Autobahn kam heraus, dass das Auto zu schwer beladen war. Am halben Weg also zurück nach Villach und ein weiteres Fahrzeug organisieren. Davon abgesehen haben wir uns am Vortag in die Haare gekriegt. Aber Ende gut alles gut, haben wir um halb zwölf abends die Waschmaschine zu viert in den zweiten Stock geschleppt und sind eingezogen.


Und jetzt?
Wenn ich mal schreibe, werde ich damit ja gar nicht mehr fertig. Wer Stein und wer die Semmel ist, löse ich beim nächsten Mal auf. Außerdem habe ich Martin interviewt was er denn meint, was uns beide ausmacht und wieso wir es noch immer miteinander aushalten..

Alles Liebe,
eure Janine
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Freitag, 15. September 2017

Schnelle Schwammerlpasta (Pilze)

Hallo ihr Lieben,

ich bin heute mal ehrlich: Manchmal ist das Bloggen gar nicht sooo lustig. Diese Zahlen. Sie werden in vielen Gruppen diskutiert und genauso oft wird erwähnt, dass sie doch nicht alles sind und das Wichtigste sei, dass man Spaß an der Sache hat. Das stimmt auch. Ich muss aber sagen, dass es mich doch einen Ticken mehr motiviert, wenn mehr Leute einen Beitrag lesen und kommentieren. Es ist einfach schön, wenn etwas zurückkommt. Ganz ehrlich, sonst bräuchte ich die Teller ja nicht ablichten, sondern könnte einfach ein Foto mit meinem händischen Gekritzel in meine Rezeptemappe kleben.

Das ist aber nicht der Hauptgrund warum ich keine zwei bis drei Beiträge die Woche schaffe. Manchmal habe ich dazu einfach nicht die Zeit, Motivation oder die Muse hat mich schlichtweg nicht geküsst. Ich möchte ja auch brauchbaren Content liefern und nicht einfach nur Blabla. Mit der Motivation ist es dann so wie mit den Schwammerl, sie poppt dann doch immer mal wieder auf :)

Solangs noch Schwammerl gibt, muss ich euch dieses leckere und flotte Rezept vorstellen, dass ein ein Rezept aus dem Frisch gekocht-Magazin angelehnt ist. Kalorienarm ist es jetzt nicht unbedingt, aber köstlich!


Zubereitungszeit: 20 Minuten

Utensilien
-) mindestens ein großer Topf (für Geschirrsparer und Abwaschfaule)
-) eine große Pfanne


Zutaten für 2 Personen
-) 180 Pasta (Dinkelfusilli) 
-) 4 EL Pininenkerne
-) 4 EL Olivenöl
-) Schwammerl nach Belieben (z. B. 8 große Champignons, 4 Kräuterseitlinge, 6 Shitake)
-) 4 Stangen Jungzwiebel
-) 1 Knoblauchzehe
-) 6 EL Mascarpone
-) 4 EL Petersilie
-) Salz und Pfeffer


Zubereitung
  1. Salzwasser zum Kochen bringen und Pasta darin al dente kochen
  2. Pinienkerne ohne Öl in der Pfanne erhitzen bis sie bräunlich werden, zur Seite stellen
  3. Pilze putzen und großzügig in Stücke schneiden
  4. Jungzwiebel putzen und in Ringe schneiden
  5. Knoblauchzehe schälen und fein würfeln oder durch die Presse jagen
  6. Olivenöl in der Pfanne erhitzen und Schwammerl sowie Jungzwiebel anbraten
  7. Knoblauch hinzugeben und anschwitzen
  8. Mascarpone, Petersilie und Pinienkerne untermischen
  9. Pasta abseihen und mit den anderen Zutaten vermengen
  10. Genießen



Tipps und Variationen
Easy peasy, oder? Wenn ihr andere Schwammerlsorten lieber habt, könnt ihr da natürlich variieren, auch was die Mengenangabe angeht. Wer die Pilze lieber ein bisschen feiner mag, kann sie selbstverständlich auch kleiner schneiden. Ich finde, dass sie so einfach mehr hergeben :)

Alles Liebe,
eure Janine
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Freitag, 1. September 2017

Schnelle Pasta mit Pesto

Hallo ihr Lieben,

in der Arbeit kämpfen wir ja seit einer Weile mit einer eher begrenzten Auswahl an Essen. Deshalb wurde beschlossen, dass wir einfach selbst unser Futter mitnehmen und das klappt mittlerweile schon recht gut. Dazu kommt, dass selbst mitgebrachtes Essen einfach günstiger kommt und wir wissen was drin ist. Zu einem meiner Klassiker hat sich Pesto entwickelt, sowohl für Pasta als auch für Risotto. Obwohl ich gerade den letzten Tag in Griechenland verbringe, gibt es heute Pasta-Grüße. Wie meistens geht's flott und das Pesto lässt sich auch in größeren Mengen herstellen, da es eingeweckt gut haltbar ist.


Zubereitungszeit: 20 Minuten

Utensilien

-) ein großer Topf
-) ein Mixer


Zutaten für 2 Personen

-) 180 g Pasta (hier: Dinkelspaghetti)
-) 400 g junger Spinat
-) 7 EL Olivenöl
-) 3 EL Pinienkerne + 1 EL zum Garnieren
-) 1 mittelgroße Knoblauchzehe
-) Salz und Pfeffer
-) Cherrytomaten nach Belieben
-) 1 Packung Mini-Mozarella

Zubereitung

1. Salzwasser zum Kochen bringen
2. Pasta im Salzwasser al dente kochen
3. Spinat, Knoblauchzehe, Pinienkerne und Olivenöl im Mixer vermengen
4. mit Salz und Pfeffer abschmecken und nochmal durchmixen
5. Pasta abtropfen und mit dem Pesto im Topf verrühren
7. Cherrytomaten und Mozarellabällchen halbieren und untermengen
8. Portionen mit Pinienkerenen garnieren
9. spüren wie das Wasser im Mund zusammenläuft
10. Genießen

Tipps und Variationen

Richtig schnell, oder? Wie vorhin bereits erwähnt, habe ich das Pesto auch schon für Risotto genutzt und das funktioniert wunderbar.

Je nach Saison,  Geschmack und Laune könnt ihr den Spinat auch gegen Bärlauch oder Basilikum austauschen.

Alles Liebe,
eure Janine



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Donnerstag, 24. August 2017

5 Jahre Stein & Semmel: Wie alles begann..

Hallo ihr Lieben,

manchmal gibt es Menschen, die nur ganz kurz in unserem Leben verweilen und andere halten es doch ein ganz schönes Zeitchen mit uns aus. Ein halbes Jahrzehnt (klingt doch klasse, oder? :) habe ich nun schon denselben Mann an meiner Seite. Durchgestanden haben wir schon einige Höhen und Tiefen, manche von uns selbst verursacht, manche außerhalb unseres Einflusses.


Aber beginnen wir am Anfang..

2012 habe ich an der HAK maturiert und bin traditionsgemäß auf Maturareise geflogen. Als Single und mit einer Schulkollegin gemeinsam - jener, mit der ich heute noch immer gerne ins Theater und Essen gehe :) Zur After-Maturareise-Party war sie zum Glück (damals noch leider) krank und da ich trotzdem motiviert zum Feiern war, meinte eine Freundin ich soll doch nach Velden zur Fete Blanche kommen. Da wollte ich nie hin. Eigentlich dachte ich, dass dort nur Snobs rumlaufen wie mans eben so im Fernsehen sieht. Aber dank Gleitzeit und Sommerlaune zischte ich Nachhause und warf einfach alles was weiß war in meinen Koffer und tuckerte über 4 Stunden nach Kärnten..

Diese Freundin machte dort gerade ein Praktikum und die Familie hat eine kleine Wohnung im Ort in der ich auch übernachten konnte. Mit von der Partie war ein ehemaliger Arbeitskollege von ihr. Da in mir dann doch manchmal das Mädchen-Mädchen durchkommt, haben wir zum Fertigmachen etwas länger gebraucht und der Dritte im Bunde ist schon mal vorausgegangen. Als wir dazustießen, saß da eben noch Martin am Tisch, der ebenfalls ein ehemaliger Arbeitskollege des Dritten war und so begegneten wir uns. Ich muss auch jetzt beim Schreiben noch schmunzeln, wenn ich daran denke wie anders er damals noch ausgesehen hat, so ohne Bart. 

Was aus einer Fortgeh-Bekanntschaft doch alles werden kann..

Im Gegensatz zu mir waren die beiden Anderen nach nicht allzu langer Zeit nicht mehr motiviert weiter die Puppen tanzen zu lassen. Ich schon - immerhin bin ich doch nicht eine gefühlte Ewigkeit im Zug gesessen um nach 2 Stunden das Party-Handtuch zu werfen. Wer schon mal in Velden war, weiß, dass man sich dort kaum verlaufen kann und so war ich mir sicher, dass ich den Weg zur Wohnung auch alleine finden würde. Außerdem war Martin ja kein komplett Fremder und so beschlossen wir zu zweit weiter durch die weiße Menge zu ziehen. Bei der Erkenntnis, das der nette junge Mann jünger als ich ist, hätte mich fast der Schlag getroffen, aber heute seh' ich das nicht mehr so eng. Was ist schon ein Jahr? Geendet hat das alles bei einem wunderschönen Sonnenaufgang über dem Wörthersee und einer neuen Handynummer - falls man sich verliert, ihr versteht schon  :) Sagen wir mal die Zwei waren beim Aufstehen etwas fitter als ich..


Wieder Zuhause und zurück..

Zurück in Wien ging für mich vorerst alles weiter wie gehabt. Das Praktikum fertig machen, fürs Studium anmelden und den Alltag schupfen. Nur telefonierte ich nun täglich mit einem Kärntner und wir redeten über Gott und die Welt. Da wir uns gut verstanden und da ein Funke war, kam bald die Idee auf, dass ich doch wieder in den Süden kommen soll. Gesagt getan: Ein Wochenende wurde vereinbart. Dabei blieb es allerdings nicht. Schon damals machte uns der Gastronomie-Job durch Dienstplanänderungen einen Strich durch die Rechnung und so blieb ich schlussendlich für eine ganze Woche. Als wäre es ganz normal ging ich einkaufen und kochte während Martin in der Arbeit war und genoss mit einem Buch in der Hand auch die Zeit allein auf dem Balkon. Gegensätzlich dazu kam es mir jedoch komisch vor, dass auch meine Wäsche in der Maschine landete, aber für eine so lange Zeit hatte ich schlichtweg nicht gepackt. In dieser Zeit lernte ich viele seiner Freunde kennen und wir machten zahlreiche Ausflüge. Jeder wusste, dass da etwas war, aber ich glaube wir selbst konnten noch nicht sagen was daraus tatsächlich wird..

Ein zweistündiges Telefonat später..

Bevor ich hier weiterschreibe, muss ich kurz erklären, dass es sich bei meiner vorhergehenden Beziehung um eine Fernbeziehung handelte. Mit deutlich kürzerer Distanz, aber dennoch war ich diesbezüglich ein gebranntes Kind. Als mir Martin dann bei einem nächtlichen Telefonat eröffnete, dass er der Meinung sei, dass wir es probieren sollten, war ich erst mal skeptisch. Nachdem er mir aber versprach, dass er ohnehin in näherer Zukunft nach Wien ziehen wollte, willigte ich doch ein. Zu groß war die Neugier und zu wild die Schmetterlinge..

Vorherbestimmung..?

Bis heute wundere ich mich über diese vielen Zufälle, die dazu geführt haben, dass wir uns überhaupt begegnen. Aber es sollte wohl so sein. Diese Zeit und auch was folgt hat mich viel gelehrt. Manchmal über den eigenen Schatten springen und sich etwas trauen - das sollte ich öfter tun :)

Neugierig was verflixt nochmal es mit Stein und Semmel auf sich hat? Das verrate ich beim nächsten Mal ;)

Alles Liebe,
eure Janine

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Mittwoch, 16. August 2017

An Nam: Von Ost nach West auf vietnamesische Art

Hallo meine Lieben,

zugegeben asiatisch bestelle ich meistens, da gehen wir selten Essen. Bei Daily Deal-Gutscheinen sind wir auch meistens kritisch, denn manche Restaurants inserieren hier verdächtig oft. Beim An Nam las sich jedoch das Menü gut und auch die Homepage macht einen ordentlichen Eindruck. Nun war noch die Frage, ob wir von Ost nach West oder von West nach Ost reisen wollten. Ich glaube Ersteres bereitet glaube ich das geringere Jetlag, oder? Das war zwar nicht unsere Intension, aber was soll's :) 

Nach einem kurzen Ranking mittels Stricherl-Liste wurde es das Ost-West-Menü für unserem Mädelsabend. Der kann eigentlich nie lang genug dauern, das ist uns diesmal ganz stark aufgefallen. Nachdem wir netterweise mit einem Privattaxi nach Hause gebracht wurden, ist uns während der Fahrt eingefallen, dass wir eigentlich über ein paar Themen noch gar nicht gesprochen hatten und so ein, zwei Stunden Redezeit ganz praktisch wären :D Kennt ihr das auch? 

Nun reden wir aber mal übers Essen..




Ambiente (3/5)

Modern ist das erste Wort, das mir zur Einrichtung einfällt. Die großen Glasfronten lassen viel Licht in das Restaurant mit den hellen Tischen und den dunklen Sessel, die gute Akzente setzen und sehr bequem sind. Die Tische sind bereits beim Ankommen bereits mit Servietten, Gläsern und Besteck eingedeckt, sodass es einladend aussieht. Nun habe ich aber doch Punkte abgezogen. Das hat rein und allein mit der Deko zu tun. Es gibt zwar große Bambusrohre oder auch die ein oder anderen Lampions als Eyecatcher, aber so recht asiatisch wirkt es nicht. Versteht mich nicht falsch, es muss nicht alles mit dunklem Holz vertäfelt und mit goldenen Drachen verziert sein wie es bei manchen Lokalen der Fall ist. Aber einen Hauch mehr (Liebe) würde es auch bei einer modern gehaltenen Küche vertragen.



Service (5/5)

Wir wurden freundlich begrüßt und da noch nicht viel los war durften wir unseren Tisch frei wählen. Der Service war sehr nett und machte auch einen kompetenten Eindruck. Auch unserem Wunsch nach einer etwas längeren Pause zwischen den Gängen wurde nachgekommen, denn die Küche war ganz schön flott und schickte prompt einen Gang nach dem anderen raus. Die Teller waren zudem liebevoll angerichtet, auch wenn ich ein Minzblatt nicht immer passend fand.




Geschmack (3,5/5)

Als Gruß aus der Küche fand ein großartiges Rindscarpaccio asiatischer Art den Weg zu unserem Tisch. Wir wollten mehr! Der Start war also geglückt..

Der erste Gang bestand aus zweierlei Rollen, davon je zwei Hälften Sommer- und Frühlingsrolle. Die Sommerrollen waren mit Garnelen bzw. Barbarie-Ente und Reisnudeln gefüllt während die Frühlingsrollen Shiitake-Pilze bzw. Glasnudeln enthielten. Dazu gereicht wurde eine scharfe Sauce sowie ein Erdnuss-Dip. Der Erdnuss-Dip war nicht mein Fall, aber die Rollen selbst waren gut abgeschmeckt und stimmig wobei der Teig der Frühlingsrolle nicht den typischen Geschmack hatte wie ich ihn sonst kenne. Mal was anderes :)

Ein Avocado Salat mit Pomelo, Sesam, knuspriger Garnele, Chiliöl und Sellerie-Zwiebeldressing stellte den zweiten Gang. Sellerie!? Man hat ihn nicht herausgeschmeckt :) Die Kombination war mal etwas anderes und sehr schmackhaft. Die Pomelo hat der Komposition einen süß-sauren Anstrich verliehen und von den knusprigen Garnelen hätten es gerne noch mehr sein können, die waren richtig gut :D

Als Nächstes gab es eine Spicy Soup mit Meeresfrüchten, Pack Choi, Ananas, Tamarinde und Koriander. Letzteres ist leider nach wie vor nicht mein Falls, aber das wusste ich vorher und kann es dem Restaurant nicht ankreiden. Verputzt hab ich sie trotzdem fast. Die Suppe hatte eine sehr angenehme Süße von den Erbsen und die Ananas war eine interessante Abwechslung. Leider war das Fleisch teilweise zu fettig, ansonsten alles in Ordnung.

Als Hauptgang wurde rosa gebratener Thunfisch mit Wasabi-Nuss, Mini-Spargel, Steinpilz, Wasabi-Kartoffelpüree in Orangen-Maracuja-Sauce kredenzt. Klingt ganz schön bunt, oder? War es auch. Vielleicht hätten wir bei der flotten Küche etwas früher nach einer Pause fragen sollen, denn besonders mein Thunfisch war nicht mehr rosa und daher eher trocken. Womöglich waren sie schon fertig und das Essen wurde warmgehalten. Sehr schade um den sonst so guten Fisch. Die einzelnen Bestandteile an sich fand ich durchaus gut, aber die Zusammenstellung im Ganzen war hier nicht ganz stimmig bzw. einfach zu viel - weniger ist mehr wäre hier vermutlich ein guter Ansatz.

Zum Abschluss verleibten wir uns zweierlei Bananen ein. Einmal in grünem Klebereis mit Mango-Maracuja-Sauce und einmal mit Kokosflecken in ebendieser Sauce mit Himbeeren. Beide Varianten waren sehr fein, die mit Klebereis allerdings mein Favorit. Nach einem mäßigen Hauptgang zum Glück ein schmackhaftes Ende :)


Preis (4/5)

Da es sich um einen Gutschein handelte, ist das natürlich schwer zu sagen. Angeführt wurde ein Wert von € 98,00 für 5 Gänge für zwei Personen. Die Portionen waren recht groß und die Qualität völlig in Ordnung. Da leider beim Thunfisch ordentlich gepatzt wurde, der Punkteabzug. In der Karte sind zudem die Gerichte gar nicht zu finden, was die Nachvollziehung zusätzlich erschwert. Aber wie gesagt: Im Grunde sind Service, Geschmack und Qualität wirklich gut :)

Wiederkommen?
Ich bin mir trotz allem ehrlich gesagt nicht sicher, denke aber, dass ein zweiter Besuch nicht schaden wird.

Alles Liebe,
eure Janine


Infos

Standort
Zieglergasse 13
1070 Wien

WWW
www.annam.at

Öffnungszeiten
Montag - Samstag: 11:30 - 15:00 Uhr und 18:00 - 23:00 Uhr

Reservierung 
online hier

Erreichbarkeit
U3 Zieglergasse
49 Zieglergasse
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Sonntag, 6. August 2017

Weinschenke: Die feinsten Weine äääh Burger?

Hallo meine Lieben,

dieses Jahr steht in unserem Freundeskreis ganz im Zeichen der Hochzeit. Deshalb wird auch ordentlich viel gepoltert. Da Martin letzte Woche wieder um die Häuser gezogen ist, habe ich mit einer Freundin beschlossen essen zu gehen und einen Mädelsabend zu machen. Ist ja auch viel angenehmer als Zuhause zu sitzen während der Andere abfeiert, oder?

Die Weinschenke kenne ich bereits vor einem Besuch vor ein paar Jahren in Margarethen und damals war ich begeistert. Nachdem jetzt das dritte Lokal am Siebensternplatz, also in der Nähe, eröffnet hat, musste das natürlich ebenfalls unter die Lupe genommen werden.



Ambiente (5/5)

Im Sommer ist es herrlich, da man draußen sitzen kann. Vergleichsweise ist im Innenbereich nicht allzu viel Platz. Dieser ist dafür modern mit viel Holz eingerichtet und die Fensterfront lässt viel Licht herein, was dem Raum eine angenehme Wärme verleiht. Die Bar ist recht üppig ausgestattet und es lässt sich dort gemütlich verweilen. So haben wir es auch gehalten nachdem der Gastgarten geschlossen wurde. Einiges dürfte vom vorigen Lokal erhalten geblieben sein, aber das stört ja nicht. Meiner Meinung nach ist die Einrichtung weitaus schöner als jene im 5. Bezirk.


Service (5/5)

Wir wurden von einer freundlichen, dunkelhaarigen Servicedame bedient, die ihr Handwerk versteht. Nach dem Platznehmen hat es nicht lange gedauert bis die erste Getränkebestellung aufgenommen wurde. Obwohl die Karte übersichtlich ist, hat doch jeder Burger etwas besonderes, sodass die Entscheidung gar nicht so leicht fällt. Wir wurden hier auch nicht gestresst und konnten so auch ein drittes Mal über unsere Entscheidung sinnieren ;) Der Hunger hat vermutlich zur Wahrnehmung geführt, dass es ein bisschen länger gedauert hat bis die Burger schlussendlich am Tisch waren, aber das liegt im Rahmen. Was ich besonders mag ist, dass man uns nicht zu oft gefragt hat, ob alles in Ordnung ist, wir aber auch nie länger als 5 Minuten auf dem Trockenen gesessen sind. Außerdem wurden jegliche Sonderwünsche ohne Murren aufgenommen und umgesetzt.


Geschmack (5/5)

Sehr vorbildlich finde ich die Transparenz, den in der Karte findet sich eine Auflistung der Herkunft der diversen Zutaten. So kommt das Weiderindfleisch von der Wiener Metzgerei Hödl und wird vor Ort täglich frisch faschiert. Genauso wird das Burgerbrot nach eigener Rezeptur frisch gebacken und die Saucen sind hausgemacht. Während die Erdäpfel aus der Lobau stammen, grunzte das Wildschwein vorher im Waldviertel (den Wortlaut fand ich so witzig, dass ich das direkt übernommen hab :)).

Bei mir wurde es "Der Burger" mit Rindfleisch, Camembert, roter Rübe, Tomaten, Kren, Speck, roter Zwiebel und Honig-Senf-Sauce. Nur ohne Kren. Fragt mich nicht wieso, aber ich bin eigentlich nicht der größte Fan von Speck im Burger, aber dieser war richtig gut. Das Brötchen war weder zu knusprig noch zu weich, nur kurz angebraten. Insgesamt war die Komposition sehr gut abgeschmeckt und saftig. Auch der Salat mit der Basilikum-Sesamöl-Vinaigrette lies keine Wünsche offen.

Mein Gegenüber orderte den "wilden Kerl" mit Rindfleisch, zweierlei Käse, Speck, Spiegelei, Jalapenos, Tomaten, Gurkerl, roten Zwiebel und Räucher-BBQ-Chili-Sauce. Das Weglassen einiger Zutaten aufgrund von Unverträglichkeiten konnte dem Geschmack jedoch nichts anhaben. Wenn man sich das Foto ansieht, merkt man gar nicht, dass etwas fehlt, oder? ;)

Als nach einer Pause wieder ein bisschen Platz im Bauch war, gönnten wir uns noch einen warmen, flüssigen Schokokuchen. Dieser war tatsächlich flüssig und lecker, wenn auch nicht der Allerbeste. Nun gut, der Fokus liegt ja auch auf den Burgern.


Preis (5/5)

Angenehm finde ich, dass man die Wahl hat, ob man lediglich den Burger oder eine Beilage - Chips oder Salat - möchte. Für die Beilage werden zusätzlich € 2 berechnet. So kommt "Der Burger" solo auf € 13,90 und mit Salatbeilage auf € 15,90. Der "wilde Kerl" macht allein € 14,90 und mit Chips und Sauce nach Wahl € 16,90 aus. Der warme Schokokuchen mit flüssigem Kern kostet nur € 3,90. Alles in allem also vollkommen vertretbare Preise für diese Qualität, Geschmack und Service.


Wiederkommen?
Nun ja, eigentlich war das ja schon meine zweiter Besuch :) Ich komme auch sehr gerne ein drittes, viertes usw. Mal!

Habt ihr ein Lieblings-Burgerlokal in Wien? Lasst es mich wissen!

Alles Liebe,
eure Janine




Infos

Standort
Siebensterngasse 31
1070 Wien

WWW
www.weinschenke-wien.com

Öffnungszeiten
Montag - Freitag: 11:00 - 02:00 Uhr
Samstag und Sonntag: 08:00 - 02:00

Reservierung 
telefonisch unter +43 676 39 55 860

Erreichbarkeit
U3 Neubaugasse
13A Siebensterngasse
49 Neubaugasse




















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