Sonntag, 20. Mai 2018

Frühstück bei Bits and Bites

Hallo ihr Lieben,

ein Besuch im Bits and Bites war mehr als überfällig, das es schon lange auf meiner To-Eat-Liste steht. Was sich auf dieser Liste und bei der harten Konkurrenz länger hält, muss ja wirklich was können :)

Das Restaurant ist ein Slow Food Restaurant in der Nähe der hektischen Mariahilfer Straße. Dieser Hektik möchte das Bits & Bites entgegenwirken und wirbt mit Entschleunigung und dem Fokus auf frische Küche, regionale Zutaten und schonende Zubereitung. Das Kochen auf hoher Qualität benötigt nun einmal Zeit und für ein gemütliches Frühstück darf man sich diese schon mal nehmen..


Ambiente (4/5)

Bei unserer  Ankunft war leider kein Plätzchen im Schanigarten mehr frei, aber es war ohnehin ganz schön warm draußen. Also begaben wir uns ins Innere und wurden von der großzügigen Theke ins Innere des Raumes geleitet. Uns wurde ein Platz in der sogenannten Lounge im hinteren Teil des Bits and Bites zugewiesen. Über die Theke kann man gleich zu Beginn einen Blick in die Küche werfen und darüber hinweg zusehen wie und woran dort gearbeitet wird. 

In der Lounge hat man Ruhe und einen Blick in den vorderen Teil des Lokals sowie in einen Innenhof. Die Wände sind überall weiß, die Holztische, die gepolsterten Sessel und die ausgewählte Dekoration verleihen dem Raum. Die Kunst an der Wand ist wie immer Geschmackssache und da ich eine Banausin bin, trifft sie meinen nicht so. Generell kam mir die Lounge trotz des Couchtisches und der Bücher- und Zeitschriftenecke eher kühl vor.



Service (4/5)

Nachdem wir von der Chefin höchstpersönlich begrüßt wurden, führte uns eine junge Mitarbeiterin an unseren Tisch. Sie war herzlich und kümmerte sich während unseren Aufenthalts um uns. Ich hätte mir lediglich gewünscht, dass sie ein bisschen öfter nach uns sieht. Mir ist bewusst, dass das Bits and Bites Entschleunigung groß schreibt und man uns in dem etwas abgelegenen Raum nicht im Blick hat, dennoch hätte ich mir etwas mehr Aufmerksamkeit gewünscht. 


Geschmack (4/5)

Martin entschied sich für Ham and Eggs - konstant und völlig in Ordnung. Gefühlt kann man dabei auch nicht so viel falsch machen :) Der Kaffee und der grüne Smoothie mit Obst der Saison beziehungsweise nach Verfügbarkeit erfreuten unsere Gaumen. Mein Wahl fiel auf Eggs Florentine und in Kombination mit meinen Smoothie habe ich meinen Gemüsebedarf für den Tag vermutlich gedeckt :) 

Das Brot war sehr gut - außen knusprig, innen weich - auch wenn ein schärferes Messer zum Schneiden toll gewesen wäre um eventuell nicht gar so ein Schlachtfeld am Teller zu hinterlassen. Zugegeben, hab ich nicht gefragt, denn mit dem Buttermesser wurde mein Ehrgeiz geweckt mir mein Essen zu verdienen ;) Das Brot war üppig garniert mit Gemüse, wie Brokkoli, Sellerie, Spinat und Karotten. Darauf wurde ein pochiertes Ei und Sauce Hollandaise drapiert. Als Sättigungszutat gab es schmackhaften französischen Ziegenkäse. Insgesamt hat mir die Komposition sehr gut geschmeckt, obwohl ich eigentlich gar keine Freundin von Sauce Hollandaise bin - vielleicht wird das ja doch noch. Jedoch hat mir ein bisschen der Pepp gefehlt - eine Prise mehr Salz oder vielleicht etwas Schärfe in Form von Chiliflocken.


Preis (5/5)

Ein Cappuccino im Bits and Bites kommt auf € 3,80 und der grüne Smoothie auf € 5,50. Da das Glas ordentlich voll war, kann ich hier nicht klagen. Dass für unsere Wasserkaraffe 70 Cent berechnet wurden, soll so sein. Die Eggs Florentine kamen auf € 13,00 - das ist für die Menge und die Leistung in Ordnung. Bei Bio Serranoschinken und Kaviar sieht man auch über die € 9,00 für Ham and Eggs hinweg.

Fazit

Der Service war insgesamt in Ordnung und die Gerichte geschmacklich solide. Dennoch hat mir alles in allem das "Wow" gefehlt.

Alles Liebe,
eure Janine


Infos

Standort

Webgasse 27
1060 Wien

WWW


Öffnungszeiten

Mittwoch - Samstag: 10 - 15 und 18 - 22 Uhr
Sonntag: 10 - 15 Uhr

Frühstück jeweils bis 15 Uhr

Reservierung 

nur per Mail unter  office@bitsandbites.at
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Donnerstag, 10. Mai 2018

Kitcha - Sticks & Rolls

Hallo ihr Lieben,

letzte Woche war ich mit einem meiner Lieblingsmenschen und meiner besten Futterin in crime im Kitcha in der Wiener Innenstadt. Wir schaffen es wirklich gut uns zumindest einmal im Monat zu treffen, wobei diese Begegnungen oft viel zu kurz ausfallen, weil wir hie und da so viel zu reden haben und gar kein Ende finden. Solche Menschen sind wirklich wertvoll.

Da das hier jedoch ein Essensbeitrag ist, kommen wir auch dazu :)


Ambiente (4/5)

Das Kitcha hat eine Ziegelsteinmauer - muss ich mehr sagen? Der vordere Teil ist mit verschiedenfarbigen Stoffsessel ausgestattet, die so bequem sind wie sie aussehen. Den Raum durchzieht eine Glastheke hinter welcher Essen und Getränke zubereitet werden. Im hinteren Teil hat jemand Geburtstag gefeiert - es gibt offensichtlich einen Raum, den man auch exklusiv mieten kann. 

Für mein Auge hat sich diese Glastheke mit der Neonröhre allerdings nicht gut in den Raum eingefügt und vermittelt eher Kantinenflair. Abgesehen davon gibt es im Restaurant ausreichend Licht und durch die Fensterfront kann man das Treiben draußen beobachten.


Service (2/5)

Dass ich oder auch wir beim Service kritisch sind, ist ja keine Neuigkeit. Aber auch ohne dies, konnte der Service bei unserem Besuch nicht wirklich punkten. Insgesamt wurde uns schlichtweg zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, obwohl für die Personenanzahl ausreichend Personal anwesend war. 

Zu Beginn dauerte es keine ganz so lange Weile bis uns die Karten gebracht wurden. Es wurde Geduld bewiesen als wir noch ausredeten welche Vorspeise(n) wir nun wählen wollten. Der gemischte Vorspeisenteller war jedoch schneller da als die Getränke. Das fällt an einem Sommertag und dem damit verbundenen Durst leider doppelt auf. 

Obwohl die Gäste der Nebentische während unseres Aufenthalts wechselten und bedient wurde, hat man es verpasst und nach weiteren Wünschen zu fragen. Mit vollem Mund ruft es sich auch nicht so gut und schlussendlich saßen wir mit leeren Gläsern da. Zum Glück hatten wir jeweils einen halben Liter bestellt :)


Geschmack (4,5/5)

Wir zählen wie wohl viele andere zu den Gästen, die sich nicht entscheiden können und am liebsten einmal die Karte rauf und runter durchkosten wollen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass wir die gemischte Tapasplatte für Zwei orderten. Auf dieser fanden sich Edamame, Takoyaki (gebackene Teigbällchen mit Oktopus), Frühlingsrollen, Hühner Gyoza und Süßkartoffel-Tempura-Pommes ein.

Bei Edamame handelt es sich um Sojabohnen, die unreif geerntet wurden. Im KitchA wurden die Bohnen angebraten und die Schale schmeckte wie von einer Salzkruste überzogen. Geschmacklich erinnern die Bohnen wie ihr Aussehen am ehesten an grüne Bohnen. Wir haben sie "herausgezuzelt", sodass immer der Salzgeschmack dabei war. Bei den Süßkartoffel-Tempura schmeckten wir keinen wirklichen Unterschied zu den gewohnten Süßkartoffelpommes. Die Frühlingsrollen waren schön knackig, aber nicht fettig - hierzu wirklich ein Lob. Die größte Überraschung für Gaumen und Wissen waren die Takoyaki. Zugegebenermaßen hat uns da auch erst Doktor Google schlauer gemacht und wir verdrückten die schmackhaften Teigbällchen ohne zu wissen was wir da eigentlich essen.

Als Hauptgang gab es eine weitere dekorative Platte mit unterschiedlichen Rollen. Darunter Ebi Maki, die Pink Alaska Rolle mit Lachs, Cream Chease, Avocado, Masago (Fischeier), sprossen und Sesam sowie eine Spicy Tuna Rolle mit Tunfisch, Avocado, Bonitoflocken (Fisch), Masago, Chilifäden und Jungzwiebel. Mit Lachs und Avocado - bestenfalls noch in Kombination - kann man bei mir eigentlich nichts falsch machen und ich würde mir die Pink Alaska Rolle wieder bestellen. Im Vergleich zur favorisierten Spicy Tuna Roll waren die Ebi Maki eben Ebi Maki. Das ist keine negative Kritik, denn sie waren wirklich solide. Der scharfe Tunfisch in der Rolle im KitchA war unser Highlight. Wirklich gut würzig, aber nicht so, dass es den Geschmack der anderen Zutaten übertüncht.

Seit meinem Besuch im Klyo komme ich an keiner Grapefruit-Basilikum-Limonade mehr vorbei. Besonders, da ich noch ein paar testen muss, da sie Zuhause noch nicht so gut gelingen wollte ;) Auch die Limonade im KitchA war nicht zu verachten. Weniger gut hat der Maracuja Minz Eistee abgeschnitten. Die grüne Farbe des Minzsirups lies die Getränkekreation etwas giftig aussehen. Der Sirup ist hier ebenso der Kritikpunkt, denn frische Minze gibt es zur Genüge und für den Gaumen wäre diese angenehmer. 


Preis (4/5)

Für die Getränke wurden € 4,50 für den Eistee und € 4,90 für die Limonade (prickelnd) in Rechnung gestellt, jeweils ein halber Liter. Für die hippe Limonade ist dieser Preis in Ordnung, bei frischer Minze würde der Geldbeutel beim Eistee nicht so jammern.

Die Tapasplatte schlug mit € 14,50 zu Buche, die 6 Stück Ebi-Maki mit € 4,50 und die Rollen mit je € 12,90 bzw. € 13,90. Für die kulinarische Leistung und die Qualität der Zutaten ist das vollkommen in Ordnung.

Der Punkteabzug kommt aufgrund des Eistees (ja, man kann sich über Grünzeug richtig ärgern) und der mangelnden Serviceleistung zustande.


Fazit

Einen nicht ganz so positiven ersten Eindruck wett zu machen, ist wirklich nicht einfach. Mittlerweile gibt es auch einige asiatische Lokale, die ihr Handwerk richtig gut beherrschen. Service ist für mich und uns schlichtweg sehr wichtig. Wir werden also erst sehen, ob es einen weiteren Besuch gibt.


Alles Liebe,
eure Janine


Infos

Standort

Vorlaufstraße 2
1010 Wien

WWW


Öffnungszeiten

Montag - Freitag: 11:00 - 22:00 Uhr
Samstag + Feiertag: 12:00 - 22:00 Uhr

Reservierung 

online hier oder telefonisch +43 1 99 26 703
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Montag, 30. April 2018

Schneller Schichtsalat fürs Büro

Hallo ihr Lieben,

da der Sommer sehr verfrüht Einzug hält, kann man meiner Meinung nach auch schon wieder über Salat reden. Wobei ich Salat ja eigentlich immer mag, nicht nur in der warmen Jahreszeit. Der Schichtsalat im Glas ist easy peasy gemacht und für die Mittagspause im Büro oder auch unterwegs ideal. Da geht sich sogar morgens aus während der Kaffee gemahlen wird ;)


Zubereitungszeit: 10 Minuten

Utensilien: 

  • ein großes verschließbares Glas
  • eine kleine Flasche oder dichtes Gefäß


Zutaten für 1 Personen

  • 1 Handvoll (gemischter) grüner Salat
  • 3 EL roter Rübensalat
  • 2 EL Mais aus der Dose
  • 3 EL Linsen aus der Dose
  • 1/2 Karotte
  • 2-3 Radischen
  • Sprossen nach Wahl
  • 1/2 Fleischtomate oder 3 Cherrytomaten
  • Kresse als Garnitur
  • 3 EL Kürbiskernöl
  • 2 EL Essig


Zubereitung

  1. Grünen Salat waschen und ins Glas geben
  2. Rote Rübensalat etwas abtropfen lassen und darauf drappieren
  3. Mais und Linsen hinzugeben
  4. Karotte schälen, halbieren und in Scheiben schneiden
  5. Radieschen waschen und in Scheiben schneiden
  6. Sprossen ebenfalls in Glas geben
  7. Tomate(n) waschen und in Scheiben schneiden
  8. etwas Kresse als Topping
  9. Essig und Öl in einem kleinen Gefäß vermischen
  10. Gläser verschließen, einpacken und später genießen


Tipps 

Dieser Salat eignet sich auch wunderbar zum Resteverwerten. Damit nicht so viel übrig bleibt, kaufe ich gerne die kleinen Mais- und Linsendosen. 

Wie gewohnt seid ihr bei Schichtsalaten sehr flexibel. Sowohl was den Inhalt betrifft als auch das Dressing. Der Salat schmeckt ebenfalls mit Feta und einem gekochten Ei, das man gleich beim Frühstück mit in den Topf geben kann. Wer kein Kürbiskernöl mag, kann auch ein anderes Öl verwenden.

Alles Liebe,
eure Janine

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Sonntag, 15. April 2018

Asiatische Glasnudel-Pfanne für Faule

Hallo ihr Lieben,

Martin hat wieder Schichtdienst. Das freut mich ganz allgemein nicht allzu sehr, aber ich versuche es positiv zu sehen und die Zeit entsprechend zu nutzen. Dazu gehört unter Anderem, dass ich nun wieder einige Gerichte in der Küche zaubern kann, die Martin nicht mag ;)

Das bedeutet allerdings auch, dass ich zumeist für mich alleine koche. Das stört mich aber gar nicht unbedingt. Dennoch verstehe ich jene, die das nicht freut. Auch ich möchte mich nach einem langen Arbeitstag nicht für mich allein in die Küche stellen. Die Glasnudelpfanne ist hier eine wunderbare Lösung, denn sie ist ganz einfach und superschnell zubereitet.


Zubereitungszeit: 15 Minuten


Utensilien: 

  • eine große Pfanne
  • ein Topf
  • ein Sieb

Zutaten für 2 Personen

  • 2 "Päckchen" Glasnudeln (die sind bereits zusammengebunden)
  • 3 EL Sesamöl
  • 1 große Zucchini
  • 1-2 Karotten
  • 5-6 Mangoldblätter
  • 1/2 Glas Bambussprossen
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 3 EL Sojasauce
  • Shrimps nach Belieben
  • Chili nach Belieben


Zubereitung

  1. Wasser im Topf zum Kochen bringen, Glasnudeln 2-3 Minuten kochen lassen und abtropfen
  2. Öl in der Pfanne erhitzen
  3. Zucchini vierteln
  4. den Strunk des Mangolds großzügig abschneiden und den Rest in Streifen schneiden
  5. Karotten schälen und in Streifen schneiden
  6. Knoblauch schälen und in Spalten schneiden
  7. Gemüse in der Pfanne anbraten
  8. Nudeln, Chili und Sojasauce mit dem Gemüse in der Pfanne vermischen, auf einen Teller geben
  9. Shrimps anbraten und über der Nudel-Gemüse-Mischung verteilen
  10. Genießen


Tipps 

Selbstverständlich könnt ihr den Knoblauch auch durch die Presse drücken, ich mag das gerne so herzhaft.

Die Shrimps könnt ihr ebenso gegen Hühner- oder Rindfleisch austauschen, oder auch vegetarische ohne Fleisch schlemmern. Wie gewohnt seid ihr auch bei der Gemüseauswahl flexibel.

Wer ein bisschen Geschirr sparen möchte, kann das Wasser für die Nudeln auch gut in der Pfanne erhitzen und muss später weniger abwaschen ;)

Alles Liebe,
eure Janine

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Mittwoch, 4. April 2018

Gastwirtschaft Floh: Frühstück in Gängen

Hallo ihr Lieben,

Brunchen. Ich liebe es einfach. Da kann man sich verwöhnen lassen und oft gibt es Leckereien für die Zuhause die Geduld, der Platz, die Ausstattung oder einfach die Motivation nicht ausreicht.

Den Hinweis auf die Gastwirtschaft Floh ein bisschen außerhalb von Wien, im niederösterreichischen Langenlebarn, hab ich bereits vor einer halben Ewigkeit erhalten. Eindeutig ein Grund um das Restaurant zu besuchen und dem Frühstück auf den Teller zu fühlen..


Ambiente (5/5)

Ich hab mir vorab tatsächlich nur die Frühstückskarte durchgelesen ohne einen Blick auf die anderen Speisen oder auf Fotos zu werfen. Von außen lässt die Gastwirtschaft Floh noch nicht viel erahnen. Beim Hereinkommen fielen uns zuerst die zwei Plätze mit offenem Fenster zur Küche hin auf - scheint als könnte man sich diese für ein besonderes Erlebnis buchen :)

Der vordere Restaurantbereich spiegelt meine Vorstellung wieder wie ich mir eine Gastwirtschaft vorstelle. Viel Holz, ein bisschen altbacken, mit Eckregalen, Bildern und vielleicht ein bisschen dunkel. Treffer! Dachte ich.

Denn unser Tisch befand sich im hinteren Teil und dort trifft das gute Alte auf die Moderne. Das Holz ist ein anderes mit einer wundervollen Gestaltung, es gibt Rollos statt karierten Vorhängen und die Bankbezüge zeigen sich im Nadelstreifenanzug. Die Lampen sind keine klassischen Hängenlampen mehr, sondern sehen ein bisschen aus wie überdimensionierte Telefonhörer aus früherer Zeit in Metalloptik. Die hellen Farben in Kombination mit den Braun- und Grautönen trafen genau meinen Geschmack. Es gibt sogar einen kleinen Raum mit ein paar Tischen, einem Oma-Ofen und Dekoration aus Großelterns Zeiten.



Service (5/5)

Normalerweise kennen wir Frühstück ja so, dass einfach (je nach Auswahl) haufenweise Teller und Tassen auf dem Tisch Einzug halten. Bei Floh läuft das ein bisschen anders, denn der Service bringt die Frühstückskomponenten gangweise, quasi wie man es vom Abendessen kennt oder eben wenn man sich durch mehrere Gänge futtert. Ähnlich wie beim Fine Dining wird auch nochmal erläutert was man gerade vor sich hat und viel auf die Herkunft der Produkte hingewiesen - ein absoluter Pluspunkt. Insgesamt waren alle Servicekräfte, die an unserer Tisch kamen sehr herzlich, kompetent und hilfsbereit.


Geschmack (5/5)

Martin entschied sich (ganz überraschend ;)) für das Classic Frühstück. Dieses besteht aus einer Eierspeise aus zwei Bio-Eiern, Saurrahmbutter vom Strasser, Mangalitza-Proscuitto, Schnittkäse aus Bio Milch, hausgemachter Marillenmarmeladen, Floh-Honig, einem Zotter Mini-Schokoriegel, einem Croissant und einem naturtrüben Apfelsaft von Wetters. Zu jeder Kombination gehören außerdem ein Brotkorb mit Handsemmel und Josephbrot.

Der Proscuitto war ganz flott verspeist und nach einem Tupfer in die Marmelade kann ich bestätigen, dass diese wunderbar geschmeckt hat. Über Josephbrot und knusprige Handsemmerl muss man vermutlich nicht mehr allzu viel sagen - mmmmh :) Der Mr. war mit allem sehr zufrieden und hatte diesen verschmitzten Grinser eines 3-Jährigen als er das warme Croissant verspeiste in das er vorher den Schokoriegel mit Nougat verfrachtet hatte.

Meine Entscheidung viel auf das saisonal wechselnde Winzer Frühstück. Damit durfte ich mich über Bergkäse mit eingelegter Traubenmostarda, saisonales Lieblingsgemüse vom Weinviertler Gemüsebauern, Kaviar Ei (pochiertes Bio-Ei mit Eräpfelcreme und Forellenkaviar), Schwarzhaferflocken Porridge mit Zimt und Apfel sowie eine Floh-Praline gefüllt mit Flohsamen und Elsbeere freuen. Die Gastwirtschaft Floh hat nämlich schon auf Superfood gesetzt bevor es in Mode kam ;) Für eine gut befeuchtete Kehle sorgte ein Zweigelt-Traubensaft von Ott. Ich hab mir sagen lassen, dass Ott auch fabelhafte Weine herstellt :)

Der Bergkäse war traumhaft, schön würzig und in Kombination mit den eingelegten Trauben ein Gedicht wie für mich komponiert :) Das saisonale Lieblingsgemüse vom Bauern aus dem Weinviertel stellte sich als Petersilienwurzel und Sellerie heraus. Sellerie. Wer mir schon länger folgt, weiß, dass ich eine Abneigung gegen diese Wurzel hänge. Bringt aber nix' - gekostet wird trotzdem alles und siehe da, es hat mir tatsächlich geschmeckt :) Ich muss daher meine Theorie austesten, ob ich Sellerie nur in rohem Zustand nicht mag, ihn gekocht aber gar nicht mal so übel finde :) Das pochierte Ei mit Kaviar war auch sehr delikat, insgesamt war mir die Zusammenstellung allerdings fast einen Tick zu salzig - das macht aber nun mal auch der Kaviar. Das Porridge mit Zimt und Apfel war richtig gut abgeschmeckt. Eine ideale Harmonie zwischen der Süße und dem sauren Apfel, darüber hinaus ein bisschen wie Weihnachten.

Wer es herzhafter mag kann zum Wirtshaus Frühstück greifen, mit Spiegelei, Schinken, Gulasch und Debreziner. Im Kontrast dazu ist das guten Morgen Frühstück eine sanfte Variante mit Paradeis-Ei, Karotten-Apfelsaft, Fischtartar, Grießbrei und Schafkäse-Joghurt.

Wer mal so richtig auf den Putz hauen möchte, wählt das Chef Frühstück und erhält eine Auswahl aus dem gesamten Repertoire. Mit Zitat "Nachschub bis zum Abwinken" und inklusive Heißgetränke. Martin ist dazu leider nicht so geeicht. Ich werde mir also mal frühstücksstarke Verstärkung mitnehmen :)



Preis (5/5)

Im Hinblick darauf, dass die Komponenten Bio-Qualität haben, am Geschmack nichts auszusetzen war und man Gang für Gang serviert bekommt, können wir an den Preisen nichts aussetzen. Das Classic kommt auf € 24,50 und die Winzer-Variante auf € 28,60. Das Chef Frühstück mit allem drum und dran macht € 38,50 pro Nase aus.


Fazit

Wir waren wirklich begeistert von allem drum und dran. Außerdem ist die Umgebung wirklich schön. Als Verdauungsspaziergang bietet sich etwa die nahegelegene Donaupromenade an.

Alles Liebe,
eure Janine


Infos

Standort

Tullnerstraße 1
3425 Langenlebarn

WWW


Öffnungszeiten

Montag + Freitag: 09 - 14 und 18 - 21 Uhr
Donnerstag: 17 - 22 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag: 09 -15 und 18 - 21 Uhr

Frühstück
Freitag bis Montag: 09:00 - 11:30 Uhr

Reservierung 

telefonisch: +22 72 628 09
per Mail: floh@derfloh.atBEIM FLOH GIBT ES FREITAGS
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Sonntag, 25. März 2018

Brunch im Le Meridien Wien

Hallo ihr Lieben,

ich weiß, ihr habt hier schon eine Weile nichts mehr von mir gehört. In der Arbeit war wahnsinnig viel los und ich hab erst mal ein bisschen Zeit gebraucht um wieder zur Ruhe zu kommen. Manchmal hab ich einfach nicht so viel Content vorbereitet und bei einer 50 Stunden-Woche hat mir wirklich der Nerv gefehlt um Beiträge zu verfassen.

Umso angenehmer war es in aller Ruhe am Sonntag Zeit mit einer Freundin beim Brunch im Le Méridien und einem anschließenden Spaziergang bei Sonnenschein in der Innenstadt zu verbringen..


Ambiente (5/5)

Erwartungsgemäß lässt sich das luxuriöse Hotel nicht lumpen und trumpft auf. Die Tische glänzen schwarz und sind bereits zum Brunch mit Wein- sowie Wassergläsern eingedeckt. Dies und die bequemen in dunkel-matt gehaltenen Sessel stehen im Kontrast zu den weißen Wänden und den grünen Pflanzen, die von der Decke hängen. Das schwarz spiegelt sich im gitterartigen Raumtrenner wieder, der den Speiseraum vom Buffetbereich trennt. Dieser ist mit allerlei Spielerei wie Gläsern, Kerzen und Kisten dekoriert. Insgesamt hat der Raum eine angenehme Atmosphäre und die Tische stehen weit genug auseinander, sodass man beim Aufstehen nicht fürchten muss mit dem Hinterteil den Nachbartisch abzuräumen. Darüber hinaus sind die Tische groß genug, sodass man mit dem Geschirr nicht Tetris spielen muss.


Service (5/5)

Wir wurden beim Eintreffen freundlich begrüßt und bis zum Einlass mit einem Glas Sekt versorgt. Am Tisch Platz genommen wurde uns das Prozedere erklärt und wir konnten uns in Ruhe umsehen und einen Eindruck über das großzügige Angebot verschaffen. Unsere gebrauchten Teller wurden zumeist unauffällig abgeräumt während wir uns nach neuen Leckereien umsahen. Auch der Wunsch nach einer Tasse mit heißem Wasser für den Tee wurde flott nachgekommen, genauso der Frage nach der Rechnung.



Geschmack (4,5/5)

Wo soll ich bei so viel gutem Essen denn anfangen? Vielleicht mal damit was es denn so zur Auswahl gab. Da waren Garnelenbällchen, Lachs, frischer Fisch, jede Menge Wurst und Schinken sowie Käse. Außerdem gab es Rohkost und unterschiedliche Delikatessen in kleinen Portionen. Die Auswahl an Gebäck war ausreichend. Neben süßem Jourgebäck gab es einen wahnsinnig schokoladigen Oreo-Schokokuchen, Cheesecake und Cremes. Das warme Buffet bot Suppe, Coq au Vin, Eierspeise, Lachs und Beilagen.

Geschmacklich war das gesamte Essen einwandfrei. Sogar der Lachs war für ein Gericht vom Buffet, das zumeist länger warmgehalten wird, super-saftig und zart. Der Lachs und der Fisch waren wie frisch gefangen und alle warmen Gerichte toll abgeschmeckt. Ich hätte mir vielleicht etwas mehr frisches Obst, Müsli und Joghurt gewünscht, aber so war mehr Platz für die grandiose Käseplatte, die keine Wünsche offen ließ.

Einziges Manko war die Kaffeemaschine. An der Selbstbedienung hab ich mich nicht gestört, auch wenn sie etwas störrisch war. Allerdings gab sie für meinen Cafe Latte zuerst Wasser frei, das aussah wie das Spülwasser, wenn man die Maschine am Morgen einschaltet. Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass dies so sein soll. Der Geschmack widersprach der Aussage jedoch, ich hab ihn daher stehengelassen und mich lieber der Teeauswahl gewidmet. Sehr fein waren im Gegensatz dazu die Fruchtsäfte wie der frisch gepresste Orangensaft.


Preis (4/5)

Der Sonntagsbrunch im Le Méridien kommt auf € 41,00 pro Nase inklusive Sekt, Fruchtsäften und Kaffee. Wir haben über Delinski gebucht und daher rund € 10,00 pro Person eingespart. Insgesamt sprechen der Flair und die Qualität der Speisen absolut für sich, der Preis ist dennoch etwas happig. Wenn man sich etwas gönnen möchte, etwa zum Geburtstag oder einem anderen Einlass, kann man das schon mal machen :)

Fazit

Wie ich es schon habe anklingen lassen, befindet sich der Preis schon in der höheren Liga. Für einen Anlass kann man das gut und gerne ausgeben. Auf diesen oder einen Delinski-Deal würde ich wohl warten :)

Alles Liebe,
eure Janine


Infos

Standort

Robert-Stolz-Platz 1
1010 Wien

WWW

www.lemeridienvienna.com/restaurants-und-bars

Öffnungszeiten

Sonntag: 12 - 15 Uhr

Reservierung 

telefonisch


Öffentliche Erreichbarkeit

U1/U2/U4 Karlsplatz
1/2/62/71/D Kärtner Ring-Oper
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Donnerstag, 22. Februar 2018

Vollpension: Frühstück wie bei den Großeltern

Hallo ihr Lieben,

wenn Freunde zu mir sagen, dass es mal wieder Zeit wird um Frühstücken zu gehen, huscht mir gleich mal ein schelmisches Grinsen übers Gesicht und ich zücke meistens meine Liste. Seltsam eigentlich, da wir eigentlich schon einige gute Frühstückslokale kennen. Allerdings suchen wir gerne neue Ideen oder Restaurants, denn kann man ausreichend Möglichkeiten zum Brunchen kennen? Außerdem benötigt der Blog ja Futter ;)

Die Vollpension hat einen spannenden und zuckersüßen Hintergedanken: Jung und Alt zusammenbringen. Wer mag Essen von der Oma denn nicht? So bereiten Omis und Opis in der Vollpension täglich frische Mehlspeise zu. Zum dort Essen oder zum Mitnehmen.


Ambiente (5/5)

Es ist kitschig. Es ist wie bei den Großeltern daheim. Die weiße Ziegelwand mit vielen, unterschiedlichen Fotos ist ein zuckersüßer Blickfang und lädt immer wieder ein um den Blick schweifen zu lassen und zu schmunzeln, wenn man eine bekannte Frisur aus früheren Zeiten entdeckt ;) Auch die Möbel sehen aus wie von den Großeltern gemopst oder vererbt. Zu den WC-Anlagen gelangt man durch so einen rasselnden Fadenvorhang. Zum Glück sind die Fliesen aber nicht grün oder braun gesprenkelt :D 

Der einzige kleine Wermutstropfen war, dass der Tisch für sechs Personen gar klein geworden wäre und man auf der Couch beim Essen etwas "zusammengestaucht" sitzt - wie beim Couchtisch eben.


Service (5/5)

Während unseres Besuchs gab es durchgängig Service, obwohl auf einem kleinen Tischkärtchen etwas anderes zu lesen - da blicken wir noch nicht ganz durch. Nichtsdestotrotz war sowohl Jung als auch Alt trotz des ganzen Trubels sehr freundlich, geduldig und aufmerksam. Es wird darauf geachtet, dass nicht mehr benötigtes Geschirr flott mitgenommen wird, sodass man mehr Platz hat.

Es kam zwar nicht so oft jemand vorbei um zu fragen, ob wir noch etwas benötigen, aber ein kurzes Winken oder Bescheid geben, hat meistens ausgereicht um baldigst die nächste Bestellung aufzugeben. Der junge Mann blieb sogar freundlich, obwohl er zig Leuten erklären musste, dass sie ausreserviert sind (Zu acht einfach mal spontan frühstücken gehen, ist eben auch mutig). Ich persönlich fände das ja sehr mühsam..

Auch die Omi, die zwischendurch mal eine Runde ging und vielleicht aushalft, versprühte großmütterlichen Charme.


Geschmack (5/5)

Erwartungsgemäß gibt es bei den Großeltern bodenständiges Frühstück, gespickt mit modernen Elementen und unter Rücksichtnahme auf die Trends in der kulinarischen Welt.

Die Herren in der Runde entschieden sich bei für "Opa Pikant". Darin enthalten sind eine Semmel, eine Scheibe Schwarzbrot von Joseph Brot, Butter, Paprika-Tomatenbutter, Löffelkäse, Beinschinken und Bio Salami vom Mangalitzerschweindi (Thum), Bergkäse, Kren, Essiggurkerl, Tomaten, Gurken und ein weiches Ei vom Freiland-Pipi. Sie waren beide zufrieden und anschließend angenehm satt.

Ich entschied mich diesmal gegen Fleisch und orderte die "Xunde Tant'", also zwei Scheiben Joseph-Schwarzbrot, Löffelkäse, Karotten- und Roterübe-Apfelkren-Aufstrich, geröstete Sonnenblumenkerne, Gouda, Brie, Ofen-Kräuter-Gemüse, Gurke, Bio-Ei und Weintrauben. Wie ich, bestellten die Jungs noch Gebäck nach. Irgendwie war das etwas viel Aufstrich für zwei Scheiben Brot und noch zusätzlichen Belag :) Die Aufstriche in der Vollpension sind wunderbar abgeschmeckt und man erkennt jede Komponente. Über das phänomenale Josephbrot muss man ja gar kein Wort mehr verlieren, oder? Einzig das Ofen-Kräuter-Gemüse hätte ich mir warm vorgestellt, so war es quasi wie Antipasti. Dennoch insgesamt ein gelungenes Frühstück.

Meine weibliche Verstärkung hat sich für die Fastenzeit eine Vegan-Challenge auferlegt und bestellte das "Kerndlfresser". Sie erhielt somit ebenfalls zwei Scheiben vom Joseph-Schwarzbrot, Ofen-Kräutergemüse, Karottenaufstrich, Tomaten und Gurken sowie geröstete Sonnenblumenkerne und einen Obstsalat. Geschmeckt hat das viele Gemüse jedenfalls :)

Wer keine der Kombinationen mag, kann sich die Komponenten auch selbst zusammenstellen oder man teilt sich ein Erbschleicher-Frühstück mit allem drum und dran. Ebenso gibt es Weißwürstel, natürlich Mehlspeise frisch aus der Vitrine zu wählen oder Jausen-Variationen.

Preis (5/5)

Die Preise sind zwar nicht wie zu den jungen Zeiten von Oma und Opa, aber durchwegs anständig. Das Opa Pikant sowie die Xunde Tant' schlagen mit jeweils € 8,90 und das Kerndlfresser mit € 7,90 zu Buche. Vollkommen in Ordnung wie wir finden :)


Fazit

Das Ambiente ist grandios, ohne Frage. Die Idee dahinter und die Mehlspeise eine Wucht. Dennoch muss ich sagen, dass mich die Frühstücksauswahl trotz aller Liebe zum Detail wie den Namen, nicht vom Hocker gerissen hat.

Welches Essen verbindet ihr mit euren Großeltern?

Alles Liebe,
eure Janine


Infos

Standort

Schleifmühlgasse 16
1040 Wien

WWW

www.vollpension.wien

Öffnungszeiten

Dienstag bis Samstag: 09 - 22 Uhr
Sonntag: 09 - 20 Uhr

Reservierung 

online hier


Öffentliche Erreichbarkeit

U1 Taubstummengasse
U2/U4 Karlsplatz
U4 Kettenbrückengasse
1/2/Badner Bahn Paulanergasse
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