Freitag, 17. August 2018

Friends of Glass - Warum Glas?

(unbezahlte Werbung/Einladung)

Hallo ihr Lieben,

passend zu meinem Problem, dass wir Lebensmittel-Motten Zuhause hatten und ich unseren Vorrat an Lebensmittel mittlerweile fast gänzlich in Einmachgläsern untergebracht habe, luden die Glas Recycling Austria, Friends of Glass und Vetropack zum gemeinsamen kochen und speisen sowie einen (schweißtreibenden) Rundgang durch das Vetropack-Werk ein. Neben kulinarischen Genüssen nahmen wir viele Eindrücke über die Verwendung und die Vorteile von Glas mit.

Geschmortes Backerl und rosa Tournedo vom Donaulandrind auf Junglauchrisotto mit sautierten Eierschwammerl 
Gebeizter Lachs auf Mojitogurke mit Zwiebelkresse

Das Glasforum Österreich und Vetropack

Beim Glasforum Österreich handelt es sich um eine Initiative der Vetropack Austria. Letztere ist mit mehreren Standorten in Europa der größte Glasverpackungshersteller. Die Vetropack und ARA, welche Glasverpackungen sammelt und verwertet, treten nach außen als das Glasforum Österreich auf.

Friends of Glass ist eine Kampagne, die 2009 ins Leben gerufen wurde um mehr Bewusstsein für die Vorteile und Verwendungsmöglichkeiten von Glas zu schaffen. Bei uns hat das auf jeden Fall geklappt :)



Schoko-Passionsfrucht-Küchlein mit Rhbarber Coulis

Kochen mit Glaskonserven 

Bereits früher in diesem Jahr wurden wir unter dem Motto "gesund - Genuss - gemeinsam - Glas" von Friends of Glass in den Kochsalon Wrenkh zum gemeinsamen werken und speisen eingeladen. Im Mittelpunkt standen selbstverständlich Zutaten aus dem Glas. So kredenzten wir Beef Tartar, Maki mit eingelegtem Gemüse, Gulasch mit Essiggurkerl und noch viel mehr.

Ein Bloggerevent mit anderen Bloggenden ist jedes Mal unterhaltsam und natürlich auch schmackhaft. Man trifft immer alte und neue Gesichter. Die Gerichte, die wir gemeinsam mit Karl Wrenkh gezaubert haben, waren natürlich auch nicht zu verachten :) 





Ausflug zur Vetropack und Winzer Krems

Im Juli durften wir uns das Werk von Vetropack in Pöchlarn von der Nähe anschauen und wurden von den freundlichen und kompetenten Mitarbeitenden durch die Fabrik geführt. Obwohl wir Schweiß und Wasser in Unmengen verloren haben, war es wirklich interessant die Glasverarbeitung live und in Farbe beobachten zu können. Hut ab vor den Mitarbeitenden, die der Hitze Tag für Tag trotzen um Glas in vielen Formen und Varianten zu produzieren.

Obwohl das Auge viele Abläufe gar nicht so schnell fassen kann, wird einem klar welcher Aufwand und wie viel ausgefuchste Technologie dahintersteckt. Das Glas wird unter Anderem mit 1.600 Grad bearbeitet und schießt mit einer ganz schönen Geschwindigkeit durch die Halle, wird aufgeblasen, geformt und Schritt für Schritt abkühlt sowie kontrolliert. Leider war uns aufgrund einer geheimen Produktion das Fotografieren innerhalb des Werks nicht gestattet, unser Fotograf war jedoch entsprechend gebrieft, weshalb es doch einige Fotos gibt.

Das Vetropack-Werk in Pöchlarn (© Wolfgang Fürst)

Glasproduktion bei Vetropack (© Wolfgang Fürst)

Beatles-Imitation bei Vetropack (© Wolfgang Fürst)

Führung durch das Vetropack-Werk (© Wolfgang Fürst)
Führung durch das Vetropack-Werk (© Wolfgang Fürst)


Den krönenden Abschluss des Tages stellte ein Rundgang bei Winzer Krems samt Verkostung und das anschließende Essen - nanonaned mit den Weinen von Winzer Krems - im Weingarten dar. Das Catering wurde dabei von Harry's Catering übernommen und hat auf voller Linie überzeugt.



Verkostung bei Winzer Krems (© Wolfgang Fürst)

Verkostung bein Winzer Krems (© Wolfgang Fürst)

4 D-Kino bei Winzer Krems (© Wolfgang Fürst)

Führung durch den Weinkeller bei Winzer Krems (© Wolfgang Fürst)

Die Wachau ist eine wunderschöne Gegend und der Tag war fabelhaft. Wir möchten uns nochmal ganz herzliche für die Einladung bedanken und den Mitarbeitenden ein Lob aussprechen, welchen man bei jeder Station ein Loch in den Bauch fragen konnte. Wir sind mit vielen großartigen Eindrücken, Gedanken und vollem Magen zurück nach Wien gekehrt :)



Fantastisches Essen in den Weingärten von Winzer Krems (© Wolfgang Fürst)

Welche Vorteile bietet Glas?

  • Glas ist geruchs- und geschmacksneutral - nichts kommt rein und die Aromen bleiben erhalten
    • so behält Glas beispielsweise auch Kohlensäure sehr gut
  • Glas wird aus natürlichen Rohstoffen (Quarzsand, Soda, Dolomit, Kalk und Feldspat) gewonnen
  • Glas kann ohne Qualitätsverlust zu 100 % wiederverwertet und wiederverwendet werden
  • Glas ist hygienisch - man kann es auskochen und erneut befüllen
  • Glas erhöht die Haltbarkeit

Info am Rande
In Österreich werden jährlich 157.000 Tonnen Lebensmittel weggeworfen, davon zumeist Brot- und Backwaren sowie Obst und Gemüse. Das entspricht 19 Kilogramm pro Kopf und 300 Euro pro Haushalt. Anders gesagt: So viele Lebensmittel, die eine halbe Million Menschen im Jahr im eigenen Zuhaue verwendet. 


Wozu recyclen?

  • Schonung der Umwelt und der Ressourcen (100%-iges Recycling möglich)
    • Braunglas besteht zu bis zu 60 % aus Altglas
    • Grünglas besteht sogar bis zu 100 % aus Altglas
  • Sicherung von Rohstoffen
  • Sicherung von regionalen Arbeitsplätzen
  • der Nachhaltigkeit zuliebe 
  • Einsparung von elektrischer Energie (rund 230.000.000 kW) und Erdgas (rund 6.000.000 m³)
    • das entspricht einem Jahresbedarf von über 50.000 Haushalten

Wie trennen?

  • grün und weiß
    • eine Sektfalsche verfärbt 500 kg Weißglas grünlich
  • nur Glasverpackungen (Flaschen, Konserven, Flakons, Gewürzmühlen)
    • kein Fensterglas, Trinkgläser o. Ä. (die haben eine andere Zusammensetzung)

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Freitag, 13. Juli 2018

Frühstück im Blickweit (Baden)

Hallo ihr Lieben,

da unser Seetag letzten Sonntag aufgrund des mäßigen Wetters (als wir Zuhause waren, ist es natürlich voll aufgerissen) ins Wasser gefallen ist, mussten wir uns ein Ersatzprogramm überlegen. Raus wollten wir dennoch, aber eben nicht frösteln am Seeufer.

Der Kühlschrank gab nicht allzu viel her, daher wurde nach einem Frühstücksspot gesucht. Die Wahl fiel nach viel Hin und Her auf das Blickweit in Baden. Bei trüben Wetter, fragt uns nicht..


Ambiente (3/5)

Schwer zu erraten liegt das Blickweit auf einem Hügelchen an der Grenze von Baden - mit Blick auf die Stadt. Raufmarschieren möchte ich nicht, mit dem Auto ist es aber gut zu erreichen. Der Außenbereich ist mit Sonnenmarkisen, Pölstern, teilweise zusammengewürfelten Mobiliar und Palettenmöbeln liebevoll gestaltet. Den Blick kann man hier durchaus weit schweifen lassen - der Name hält also was er verspricht. Besonders wenn man Glück wie wir hat und es doch noch aufreißt. Hier lässt es sich definitiv aushalten :)

Wie der Sitzbereich im Inneren des alten Gebäudes aussieht, weiß ich nicht, denn soweit sind wir gar nicht gekommen. Die Fassade des Gebäudes lässt schon erahnen, dass das Haus viel Geschichte erlebt hat. Dieser Eindruck verstärkt sich im Inneren, denn hier wurde länger nichts gemacht - außerdem befindet sich dort das Kaiser Franz Josef-Museum. Davon abgesehen, zeugen davon die Plastikblumen und die lose Türschnalle am WC sowie das allgemeine Ambiente, wenn man den Blick vom Buffet schweifen lässt. Das macht den Charme auf eine Art und Weise aus, aber ich würde mir für den Innenbereich so viel Fürsorge wünschen wie für Außen.



Service (4/5)

Wir wurden freundlich in Empfang genommen, obwohl die junge Dame von der Frage, ob es denn einen spontanen Tisch (wir hatten nicht reserviert) für Zwei gebe, etwas irritiert schien - ob es hier nicht so üblich ist zu reservieren? Nach einem kurzen Check nahmen wir Platz.

Gerade zu Beginn wurden wir immer wieder zwischendurch gefragt, ob alles in Ordnung sei und wir noch etwas benötigten. Die Chefin selbst rückte die Blumen zur Seite, damit - so ihre Worte - wir uns besser sehen. Wir sind zwar auch nicht sooo klein, dass wir die Deko nicht überblicken, aber den Gedanken fand ich herzlich :D

Insgesamt war das Team sehr jung und wirklich bemüht. Lediglich gegen Ende hat es das Abräumen eine Weile versäumt und wir saßen doch eine Weile vor dem schmutzigen Geschirr. Alles in allem aber kein Beinbruch.


Geschmack (3,5/5)

Was macht man bei einem Buffet? Man probiert möglichst alles durch :)

Während das Gebäck für mich ein bisschen 0815 war, wartet das Blickweit mit Lachs und Proscuitto auf. Neben einer kleinen Auswahl an Schinken und Käse, gab es ebenso Avocadomash das wunderbar abgeschmeckt war - ich liebe die Säure mit einer Prise Chili dazu. Darüber hinaus Hirtenkäse, Antipasti und Caprese. Enttäuscht war ich leider von den bereits kalten Falafel. Des Weiteren konnte man zwischen zweierlei Müsli, Honig, Nougatcreme und Obstsalat wählen.

Was ich probiert habe, war in Ordnung, aber kein Highlight. Solides Frühstück mit wirklich hervorragendem Avodacomash. Eine Kategorie über die ich bisher zugegebenermaßen noch gar nicht nachgedacht habe, ist die Auswahl. Hier fiel mir stark auf, dass es doch ein bisschen mehr davon geben könnte. Besonders da der süße Zahn nach Füllung verlangte, es am Buffet jedoch gar keine Mehlspeisen gab. Deshalb im Hinblick darauf ein Abzug in dieser Kategorie.



Preis (3,5/5)

Pro Nase schlägt das Frühstück im Blickweit mit € 20,00 zu Buche. Dabei ist ein Eiergericht inkludiert, Heißgetränke allerdings nicht. 



Fazit

Das Blickweit eignet sich toll als Ausgangspunkt für eine Wanderung bzw. einen Spaziergang in der Gegend, denn direkt vom Parkplatz geht ein Weg am. Der Service und natürlich der Ausblick sprechen für sich wohingegen die Auswahl und das Ambiente im Inneren ausbaufähig sind.


Alles Liebe,
eure Janine


Infos

Standort

Hochstraße 51
2500 Baden

WWW


Öffnungszeiten 

April - September
Dienstag bis Sonntag + Feiertags: 08:00 - 18:00 Uhr
Frühstück bis 15:00 Uhr

Oktober - März
Freitag - Sonntag + Feiertags: 08:00 - 18:00 Uhr
Frühstück bis 15:00 Uhr

Reservierung 

telefonisch 02252 41 100
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Samstag, 30. Juni 2018

Das Wieden: Frühstück

Hallo ihr Lieben,

hie und da holen wir uns einen Daily Deal-Gutschein und da ich über das Wieden schon einiges gehört habe, fiel uns die Wahl dafür nicht schwer. Nach Anlaufschwierigkeiten, da das Restaurant nur Montag bis Freitag geöffnet hat, schafften wir doch einen Besuch während meines Urlaubs..


Ambiente (2/5)

Um ehrlich zu sein, wurde uns gleich beim Eintreten klar, dass die Einrichtung nicht unserem Geschmack entspricht. Holz, dunkles Holz, viel Holz. Die Einrichtung wirkt zwar gepflegt, dennoch ist unübersehbar, dass sie länger nicht mehr den aktuellen Trends entspricht. Auch die Geräte lassen keine Zweifel an dem Alter. Die weißen Tischdecken auf den bereits eingedeckten Tischen und die weißen Wände, hellen Raum etwas auf. Insgesamt entsprechen das dunkle Holz mit dem braunen Leder nicht unserem Geschmack.Wer den Stil der alten Wiener Kaffeehauskultur mag, ist hier bestimmt gut aufgehoben.


Service (4/5)

Der Kellner empfing uns freundlich und bot uns einen Tisch am Fenster an durch welches man das Treiben in der kleinen Seitengasse beobachten konnte. Den Anflug von flottem Wiener Schmäh behielt er über unseren Besuch bei, gab ihn bei jedem Gang zum Besten und lockerte somit die Stimmung. Der einzig kleine Kritikpunkt: Ich hätte mir gewünscht, dass das nicht mehr benötigte Geschirr besonders zu Beginn - wenn der Tisch überladen ist und man gar nicht weiß wo man anfangen soll - schneller abserviert wird.



Geschmack (4/5)

Der Grund warum mich der Gutschein besonders anlachte war, dass man bei "All in 1" ein Auszug aus der kompletten Frühstückskarte bekommt. Für einen Entscheidungsmuffel wie mich die ideale Lösung. 

Gestartet wurde mit einem cremigen Schokoporridge und gutem Kaffee. Geschmacklich war es einwandfrei, bei so viel Schokolade habe ich lediglich gerne Früchte dabei. Ganz sicher bin ich mir nicht, aber vermutlich gilt das Porridge als"Süßspeise aus der Patisserie", da es ansonsten nicht auf der Karte auffindbar ist.

Als nächste Runde fanden sich ein weiches Bio Ei, rote Rüben-Hummus mit Sellerie, Butter, Marmelade, Nougatcreme (wohl statt Honig), gemischte Wurst- und Käseaufschnitte sowie Brotscheiben und Buttercroissants ein. Dass die Wurst von Thum vortrefflich ist, hat sich bestimmt schon herumgesprochen - auch der Käse von Jumi kam bei uns gut an. Der Rote Rüben-Hummus überzeugte mich auch nachdem ich den Sellerie heruntergeputzt habe, nicht vollständig. Während das Buttercroissant wunderbar fluffig war, punktete das Brot nicht auf voller Linie - etwas dünner geschnitten wäre fein. Des Weiteren wurde ein Bio Joghurt mit Früchten - genauer gesagt Nektarinen - gereicht. Dabei lässt sich ja nicht wirklich etwas falsch machen :)

Insgesamt war die Auswahl und vor allem die Menge wirklich ausreichend. Ein paar kleine Verbesserungen und der vollen Punktezahl steht nichts im Weg.


Preis (4/5)

Für das "All in 1" werden regulär € 44,00 verrechnet. Mit Kaffee wären wir auf rund € 50,00 gekommen. Da es sich um Bio-Qualität handelt und wir geschmacklich im Großen und Ganzen nichts auszusetzen haben, ist der Preis in Ordnung.


Fazit

Wer der Wiener Kaffeehauskultur frönen möchte, ist hier gut aufgehoben.

Alles Liebe,
eure Janine

Infos

Standort

Neumanngasse 4
1040 Wien

WWW


Öffnungszeiten 

Montag - Mittwoch: 11:00 - 16:30 Uhr
Donnerstag - Freitag: 08:00 - 22:00 Uhr

Reservierung 

telefonisch +43 1 503 2659
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Dienstag, 19. Juni 2018

Datenight in The Bank im Park Hyatt

Hallo ihr Lieben,

einige von euch haben bestimmt schon mitbekommen, dass der Mr. und ich uns aufgrund seiner Dienstzeiten des Öfteren gar nicht so oft zu Gesicht bekommen. Dennoch halten wir es ja offensichtlich schon ein paar Jahre miteinander aus und diese Zeit hat uns gelehrt, dass bewusste gemeinsame Zeit enorm wichtig ist. Natürlich gibt es auch Tage wo wir einfach im Pyjama auf der Couch gammeln, aber hie und da darf es auch anders sein. Da verabredet man sich zur Datenight und brezelt sich auf. Füreinander und für sich selbst.

Zuletzt hat es uns endlich in The Bank Brassiere & Bar in die Innenstadt, genauer gesagt ins Park Hyatt, verschlagen. Das hatte ich schon länger im Auge, da ich mit einer Freundin Cocktails trinken war. Bei vorzüglichem Essen und genauso guten Cocktails kann man bei Martin absolut nichts falsch machen. Blieb nur noch zu hoffen, dass das Essen auch wirklich so gut ist..


Ambiente (5/5)

Etwas dekadent und protzig ist es schon - da waren wir uns einig. Ebenso darin, dass man sich aber dennoch nicht unwohl fühlt und man sich richtig gut vorstellen kann wie hier früher Bankkunden ein- und ausgingen. Ihr wisst schon, jene die mit dem Namen begrüßt werden und nicht jene, die erst mal ihre Karte abgeben müssen. Insgesamt ist die Halle - ja, kann man schon so sagen - wirklich imposant und das Auge ist eine ganze Weile beschäftigt. Wenn ich etwas als Manko anführen müsste, dann die kleinen Polster auf der Bank, die einem das Zurücklehnen erschweren. Nachdem er sich easy peasy aus dem Weg räumen lässt, kann ich hier nicht ernsthaft von einem Kritikpunkt sprechen.


Service (5/5)

Von der quirligen Empfangsdame bis zum Service und dem Barpersonal waren alle sehr freundlich und zuvorkommend. Uns wurde Zeit für die Entscheidung gelassen, die Gänge kamen in sehr angenehmen Abständen und unsere Kellnerin wünschte uns bei jedem Gang einen guten Appetit, auch wenn sie ihn nicht serviert hatte. Wie sage ich so gern? Gehoben, aber nicht steif, sodass man sich jedes mal fühlt als müsste man wie beim Militär aufrecht sitzen :)


Geschmack (4/5)

Es gibt einiges, das ich erst verspeise seit ich Martin kenne und zwei Gerichte bestellen wir in The Bank: Beef Tartar und Weinbergschnecken. Letztes habe ich zum ersten Mal auf einem Street Food Festival probiert. Die Konsistenz erinnert stark an Schwammerl wobei sie fast keinen Eigengeschmack aufweisen und es primär die Sauce dazu ausmacht. Das Beef Tartar mit Trüffel und Senfkavier hat voll und ganz meinen Geschmack getroffen. Die Weinbergschnecken waren für mein Empfinden etwas zäher als ich sie gewohnt bin. Jedoch war die Sauce fantastisch und wurde fleißig mit dem Erdäpfeltoast aufgetunkt. 

Was uns auch ausmacht nach fast 6 Jahren Beziehung? Wir hätten ohne Weiteres für den Anderen bestellen - lediglich über die Beilage war ich etwas erstaunt. Martin orderte das Rinderfilet aus Niederösterreich und dazu zweierlei gebratenen Spargel mit Sauce Hollandaise. Der Garpunkt des Steaks war perfekt getroffen und das Fleisch butterzart. Fast vom Sessel oder der Bank gehauen hat uns allerdings die himmlische und superfluffige Sauce Hollandaise. Ich war eigentlich der Meinung, dass ich die gar nicht mag - falsch gedacht, ich wurde überzeugt!

Für mich gab es ein Tunfischsteak mit Zwiebelkompott, Ingwer und Kresse. Zur Sättigung außerdem Erdäpfelpüree mit Schnittlauch und brauner Butter. Der Fisch war zart, hatte eine scharfe Note, aber ansonsten nicht wirklich Eigengeschmack. Mit dem Zwiebelkompott war die Komposition schon spannender, aber das gewisse Etwas hat mir gefehlt, auch wenn ich nicht benennen kann was das war. Das Erdäpfelpüree war vom Feinsten und obwohl ich gerne salzig esse, musste ich nicht zum Salzstreuer greifen - fantastisch abgestimmt also.

Genascht habe ich von der Nachspeise, dem Schokosoufflé mit Eis und Karamell. Es stand nicht dabei, aber irgendwie hoffe ich doch immer auf einen flüssigen Kern. Das Eis war fabelhaft und das Soufflé fluffig wie man es sich wünscht.

Wenn schon eine Bar dabei ist, ließen wir uns natürlich einen Absacker nicht nehmen. Während der Mr. bei einem klassischen Mojito blieb, entschied ich mich für den "Insurance" und bereute nichts. Beluga Hunting (Bitter), Honig, Pfirsich, Blutorange, Zitrone mit Basilikum und Rosmarin sind für mich eine großartige Zusammenkunft.



Preis (5/5)

Betrachtet man die Gesamtleistung von Ambiente, Service und Küche ist auch der Preis gerechtfertigt. Insgesamt ließen wir mit einer Flasche Wein und Wasser rund € 170,00 liegen. Dabei machte das Duzend Weinbergschnecken € 14,00 und das Beef Tartar (100 g) € 18,00 aus. Beides voll im Rahmen. Das Rinderfilet (200 g) kommt auf € 38,00 und das Tunfischsteak auf € 29,00. Pro Beilage muss man € 5,00 berappen und je Sauce € 1,00. Insgesamt kein günstiges Vergnügen aber alles in allem in Ordnung.



Fazit

Wir sind sowohl von der kulinarischen als auch der Serviceleistung überzeugt, auch wenn ich mir den Tunfisch nicht nochmal bestellen würde. Für mich gibt es ja noch andere interessante Gerichte auf der Karte und es kann gut sein, dass man uns wiedersieht :)

Alles Liebe,
eure Janine


Infos

Standort

Bognergasse 4
1010 Wien

WWW


Öffnungszeiten Abendessen


Montag - Sonntag: 18:00 - 22:30 Uhr

Öffnungszeiten Bar
Sonntag - Mittwoch: 06:30 - 01:00 Uhr
Donnerstag bis Samstag: 06:30 - 02:00 Uhr

Reservierung 

online hier

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