Mittwoch, 19. August 2015

Wien futtert feiert den 1. Geburtstag

Ich kann es kaum glauben, dass das Projekt "Foodblog" tatäschlich schon vor einem Jahr gestartet wurde. Ach, wie ich mich noch an die holprigen Anfänge erinner - heute liegt definitiv Nostalgie in der Luft :)

Aufgrund des Jubiläums dachte ich mir, dass ich mal einige allgemeine Worte zum Bloggen, Essen und Wien futtert niederschreibe und halte mich dafür an ein paar Fragen.


Warum blogge ich?

Angefangen habe ich mit einem anderen Blog, weil ich mir einiges von der Seele schreiben wollte. Dort habe ich aber genauso Rezepte und Reiseberichte geparkt. Nachdem ich das Gefühl hatte, nicht mehr so viel zu sagen zu haben, entschied ich mich für eine Abspaltung - zu einem reinen Foodblog und das war sozusagen die Geburtsstunde von Wien futtert.

Warum ein Foodblog?

Ich liebe essen und ich liebe schreiben. Zusammen ergibt das zwar kein Kochbuch, aber es füllt doch etwas Webspace :) Außerdem gehen wir gerne essen und es macht mir Freude im Nachhinein darüber zu berichten. Bei manchen Lokalen handelt es sich zwar schon um alte Hasen, aber das ein oder andere könnte jemand ja doch noch nicht kennen. Dabei ist es mir dann egal, ob es sich um ein 3-Hauben-Restaurant oder das Beisel ums Eck handelt.

Welche Ansprüche habe ich an die Rezepte?

Es muss natürlich lecker sein. Mittlerweile haben sich meine Ansprüche ein bisschen verändert, da ich eigentlich nur aufgefallene Gerichte vorstellen wollte. Die dauern allerdings manchmal recht lang und im Alltag muss auch auch oft mal schnell gehen. Zudem schließen schnell und lecker sich ja nicht aus :) Deshalb tendiere ich immer mehr dazu auch "alltägliche" Rezepte in einer anderen Variation vorzustellen, die nicht minder schmackhaft sind.


Warum eine punktierte Zubereitungs-Auflistung?

Bei meinem ersten Blog habe ich noch alles in ganzen Sätzen formuliert. Allerdings bin ich auch beim Selbststudium einiger Rezepte zum Schluss gekommen, dass ich dieses ganze Herumgerede gar nicht brauche. Ich möchte beim Kochen einfach nur Anweisungen und keine ganzen Geschichten lesen. Bei mir kleben Rezepte meistens an einem Küchenkastl und ich finde es lästig, wenn ich immer von neuem zum Lesen beginnen muss, bis ich weiß was ich jetzt eigentlich tun soll. Deswegen gibt es auch Wien futtert meistens eine kleine Vorgeschichte und dann komme ich aber rasch zum Punkt bzw. zum Rezept. Das mag vielleicht etwas unpersönlicher wirken, aber ich finde das praktisch - und deshalb tob ich mir ja gerade hier aus :)


Was finde ich besonders schwer und was will ich noch erreichen/verändern?

Zugegeben hätte ich mir am Beginn dieses Projekts nicht gedacht, dass Bloggen tatsächlich so viel Aufwand ist. Immerhin habe ich mich mittlerweile daran gewöhnt, beim Essen zuerst das Handy und dann die Gabel zu zücken ;) Obwohl ich versuche die Rezepte kurz und knackig zu halten, möchte ich doch ansprechende Fotos beifügen und bin bei den Rezepten immer noch wählerisch.
Was ich unbedingt beibehalten möchte, ist meine Freude am Kochen und Essen. Deshalb werde ich vermutlich nie ein Fotoshooting mit Stativ, Licht und Tralala um einen Teller veranstalten. Das soll keine Kritik an jenen sein, die das tun und damit wundervolle Fotos kreieren. Mir ist das zugegebenermaßen zu mühsam, wenn auch ich mittlerweile kritischer bin. Erst vor kurzen habe ich überlegt die Fotos meiner ersten Beiträge auszutauschen, da sie einfach nicht schön sind. Allerdings zeigt das die Wandlung und den Fortschritt des Blogs einfach irrsinnig gut. Ich werde sie früher oder später vermutlich einfach ergänzen. Aber nein, keine Fotoshootings. Schlussendlich geht's dann doch ums Essen und ein bisschen Realität auf den Teller schadet nicht :)

Eine Sache, die manchmal etwas frustrierend sein kann und worum es am Ende den meisten Bloggern geht, sind die Leserzahlen oder auch die Interaktionen (am Blog, auf Facebook oder auch Instagram). Ich disktuiere gerade in einigen Facebookgruppen für Blogger über diese Themen und es tut gut zu lesen, dass andere mit denselben Hindernissen kämpfen.  Nichtsdestotrotz linst man immer weder zu den "großen" Blogs rüber und fragt sich auch mal was die so anders machen als man selbst. Allerdings bin ich stolz auf die bisherigen Verbesserungen und Veränderungen - mehr Struktur, neues Design, bessere Fotos und, und und.. Ohne Geduld geht nichts, aber sie macht sich bezahlt. Ich habe jetzt ein Jahr Pause von der Uni und werde sicherlich noch viel Zeit in Wien futtert investieren - es ist ja nicht so als ob mir die Ideen ausgingen ;)

Ich hoffe, ihr schaut bald wieder vorbei. Beim nächsten Mal geht's auch wieder nur ums Essen.

Alles Liebe,
eure Janine

Kommentare:

  1. Tolle Einstellung zum Foodblog(gen).
    Mach einfach weiter wie bisher. Dein Blog gefällt mir mehr als gut.

    Ciao Werner

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    1. Lieber Werner, lieber Hobbykoch,

      danke für deine netten Worte :) Ich freue mich sehr, dass es dir bei mir gefällt.

      Liebe Grüße aus Wien,
      Janine

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