Dienstag, 29. März 2016

Frühstück bei den Coffee Pirates - Arrrr!

Hallo ihr Lieben,

diesen Beitrag widme ich Marina (der allerliebsten Kollegin) und Philipp (meinem Lieblingssteirer). Die beiden waren nämlich so mit ihren Urlaubsvorbereitungen beschäftigt, dass sie keine Zeit hatten mit uns anderen frühstücken zu gehen ;) Ich hoffe, ihr nehmt gute Tipps aus Miami mit!

Nachdem wir herausgefunden hatten, dass eine Reservierung nicht möglich ist, machten wir uns auf gut Glück auf den Weg zu den Seeräubern mit einem Hang zu gutem Kaffee.


Ambiente (4,5/5)

Das Lokal ist zwar auf einer Seite mit viel Holz vertäfelt, aber dieses ist hell und wirkt deshalb nicht erdrückend. Ich mag die schwarze Schiefertafel-Wand mit den Kreidezeichnungen und auch die weiße Kredenz hat mich zum Schmunzeln gebracht. Wer das stille Örtchen aufsucht wird merken, dass sich die Kaffeepiraten nicht nur bei der Beleuchtung kreativ ausgetobt haben. Das WC ist ebenfalls in schwarz gehalten und dort können sich alle mit kreide verewigen. Na ja, zumindest vorübergehend festhalten, da Kreide nicht allzu beständig ist ;) Die WC-Papierrollen zum Nachbestücken sind an Kleiderhaken an der Wand angebracht.

Im Raum sind außerdem symbolische Säcke mit Kaffeebohnen platziert und die Rösterei ist ebenfalls ein Hingucker. Lediglich die mal wieder etwas zu klein geratenen Tische haben mein Missfallen erregt. Serviert wird auf Tableaus, was grundsätzlich eine praktische und nette Idee ist - zwei davon überfordern bei der Tischgröße jedoch schon. Deshalb ist es empfehlenswert sich gleich einen der kleinen Hocker heranzuziehen um das überschüssige Geschirr neben dem Tisch abzustellen.



Service (3,0/5)

Normalerweise fluche ich, wenn mir jemand durchs Bild läuft, aber wenn das so charmant passiert wie am Bild unterhalb, bringt es mich sogar zum Lachen. Das Personal war sehr freundlich, herzlich und der erste Kaffee fand sich flott auf unserem Platz ein.

Die Bewertung wirkt auf den ersten Blick deshalb etwas hart, aber es gab Punkte, die mich doch sehr gestört haben. Es begann damit, dass die Küche keinen Schnittlauch mehr vorrätig hatte - für ein Schnittlauchbrot eher unpassend, kann aber mal passieren. Bei meiner Nachfrage, ob ich stattdessen einfach Kresse haben könnte, hieß es, dass man auch mit der sparsam umgehen müsse. Hmpf. Humus also.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass wir eine gute dreiviertel Stunde vor unseren leeren Tellern saßen, obwohl das Lokal nicht mehr voll war. Das ist einfach ungut. Dass wir einiges an Geschirr am Nebentisch abgelagert haben, hat auch nicht zur Beseitigung beigetragen. 

Mein dritter und auch letzter Punkt gilt jedoch nicht dem Servicepersonal vor Ort, anbringen möchte ich es dennoch. Es hat drei Anrufe bei der auf der Website angeführten Handynummer benötigt um herauszufinden, dass man gar nicht reservieren kann. Außerdem finde ich es etwas mühsam, wenn auf der Internetseite keine Karte zu finden ist - diese haben wir dann per Mail angefordert. Ich hab euch ein Foto im Beitrag ganz unten drangehängt.



Geschmack (5/5)

Der Kaffee war hervorragend und auch richtig hübsch anzusehen! 

Zur Auswahl gibt es drei Basics, die preislich alle gleich auf sind. Zusätzlich können Käse, diverse Eiergerichte, Humus, Falafel, Marmelade, Müsli und Co geordert werden. Die Piraten bieten vorwiegend vegetarische Genüsse aus der Umgebung an. Zudem gibt es immer saisonale Extra, welche auch ohne Basis-Frühstück bestellt werden können.

Gereicht wird leckeres Josephbrot und Humus direkt von Naschmarkt - beides keinesfalls zu verachten. Auch die Eigerichte, die jeweils im Glas serviert werden, waren ganz nach unserem Geschmack. Der Hauch Frühling in Form eines Mango-Avocado-Salats mit Lachs war sehr schmackhaft und das ganze wurde durch einen frisch gepressten Orangensaft komplettiert. 



Preis (4,5/5)

Ein großes Plus für die Regionalität haben sich die Piraten auf jeden Fall verdient. In der Küche wird auch alles frisch zubereitet. Der Preis für das Basis-Frühstück ist auch in Ordnung. Bestellt man sich jedoch etwas dazu, summiert sich das Ganze rasch. Der frische Orangensaft zieht dem Gast beispielsweise € 3,30 aus der Geldbörse während man für den Mango-Avocado-Salat mit Lachs € 4,90 berappen muss. Die Käsekrainer mit einer Dose Ottakringer, zwei Sorten Senf, Brot und Essiggurkerl belaufen sich auf € 4,90. 


Wiederkommen?

Ehrlich gesagt ist die Antwort hier diesmal ein wenig schwierig. Ich schätze die Regionalität, die frischen Produkte und das freundliche Servicepersonal. Jedoch mag ich die Möglichkeit reservieren zu können und die Preise finde ich einen Tick überhöht. Womöglich gibt es ein spontanes Wiedersehen - anders geht's ja ohnehin nicht ;)



Infos

Standort

Spitalgasse 17
1090 Wien

Währinger Straße 14
1090 Wien

WWW


Öffnungszeiten

Spitalgasse
Montag - Freitag: 08 - 18 Uhr
Samstag - Sonntag: 09 - 15 Uhr
(Brunch nur am Wochenende von 09 - 14 Uhr)

Währinger Straße
Montag - Freitag: 08 - 18 Uhr
Samstag: 09 - 15 Uhr
(in den Ferien geschlossen)

Reservierung

nicht möglich

Erreichbarkeit

5 Lange Gasse oder Spitalgasse
43 Lange Gasse
44 Lange Gasse

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