Dienstag, 6. September 2016

Klee am Hanslteich

Hallo meine Lieben,

dieser Abend sollte ein besonderer werden. Immerhin sind Mr. Wien futtert alias Martin und ich nun schon 4 Jahre zusammen. Der bisherige Highscore wurde zwar schon letztes Jahr geknackt, aber ich finde, dass man diesen Tag trotzdem besonders feiern sollte. Da ich der festen Überzeugung bin, dass gemeinsame Erinnerungen wertvoller sind als Sachgeschenke, gehen wir traditionell richtig nett und schick essen. Nett Essengehen machen wir zwar öfter, aber dann werfen wir uns auch mal richtig in Schale.

Das Klee am Hanslteich - wie der Name schon vermuten lässt - liegt am Wasser. Deshalb gehört es zu jenen Lokalen, die ich unbedingt im Sommer besuchen wollte. Ideal, wenn man Ende August Jahrestag hat. Reserviert habe ich schon im Juli um auf Nummer sicher zu gehen. Dass das gar nicht so einfach war mit der Lokalauswahl, könnt ihr auf einem Whatsapp-Screenshot in meinem Instagram-Feed sehen und schmunzeln.

Mit jedem tollen Mann, der mich die letzten Jahre durch alle Höhen und Tiefen des Lebens begleitet hat, fuhr ich also zum Klee am Hanslteich..


Ambiente (5/5)

Die Sonne strahlte. Also ein Platz draußen, yes! Bei unserer Ankunft wurde gerade ein Tisch direkt am Wasser frei und so konnten wir den Ausblick ins Grüne in vollen Zügen genießen. Die Sessel sind sehr bequem und die Tische haben eine angenehme Größe. Das Mobiliar wirkt stimmig und man fühlt sich auf Anhieb wohl, da es zwar schick-modern, aber nicht überkandidelt ist. Zudem nehme ich an, dass man auch bei kühleren Temperaturen draußen Platz nehmen kann, da die Terrasse durch Glasfronten geschlossen werden kann und Heizstrahler befestigt sind. Im Winter ist der Ausblick bestimmt auch romantisch.

Am Weg zum stillen Örtchen durchquerte ich den Innenbereich und hab mich auf Anhieb verliebt. Das Bild unterhalb sagt doch alles, oder? Auch wenn wir keine Fans vom eher ländlichen Stil sind, so würden wir unsere Küche sofort einrichten. Es wirkt sehr hell, freundlich und richtig einladend.

Herbert stellt einen Stilbruch in der Einrichtung da. Ich fand ihn süß, Martin nicht. Wer Herbert ist und was es mit ihm auf sich hat, lest ihr ein bisschen weiter unten..




Service (5/5)

Der Service war so wie wir ihn am liebsten haben. Ein klein wenig schick und gekonnt, aber trotzdem herzlich, locker und ohne Stock im Po. Man lies uns freundlich Zeit für die Entscheidung, diesmal war ich tatsächlich schneller. Sowohl Essen als auch Getränke fanden sich flott bei uns ein und wir saßen auch nie länger vor leeren Tellern oder Gläsern. Somit gibt's hier nicht viel zu sagen und die volle Punktzahl.


Geschmack (5/5)

Zur Vorspeise gönnten wir uns Burrata mit bunten Paradeisern (österreichisch für Tomate, hier mein ganz persönlicher Pluspunkt ;)) und Beef Tartar - wie könnte es anders sein - mit Avocado und Zitronen-Senfsauce. Der Sag-niemals-Mozzarella-zu-ihm war cremig und die Paradeiser sehr schmackhaft. Mir persönlich war die Zitronen-Senfsauce etwas zu intensiv, aber im Großen und Ganzen war das Beef Tartar eine gelungene Vorspeise. Die Chips sind mir auch sehr positiv in Erinnerung geblieben und es gab ausreichend Toast dazu.

Ich möchte ja immer Neues kennenlernen und da ich noch nie Thunfischsteak gegessen habe, war schnell klar, dass der gegrille Thunfisch mit Mohn, Wasabipüree, Knuspersalat und Teriyakisauce mein Hauptgang werden sollte. Nach längerem Grübeln entschied sich Martin schlussendlich für die hausgemachten Linguine mit Sommertrüffel. Trüffel, etwas, das ich auch noch nie probiert hab. Fangen wir mit der Pasta an: Die war göttlich.Perfekt al dente und super abgeschmeckt. Wenn sie das nächste Mal noch auf der Karte steht, bekomme ich wohl mehr als einen Bissen ab. Der Thunfisch war kurz angebraten und richtig saftig. Ein Gaumenschmaus wie man so schön sagt. Das Wassabipüree hält was Wasabi verspricht. Ich habe es mir nach dem zweiten Mal verbissen tief durch die Nase einzuatmen ;) Die Kombination war insgesamt sehr stimmig und ich bin froh, dass mein Gaumen eine neue Erfahrung gemacht hat. Ein bisschen weniger Schärfe wäre mir zwar lieber gewesen, aber wer Wasabi bestellt, muss auch damit rechnen, dass es auf der Zunge kribbelt.

Nachtisch. Ja.. Nein. Es war mal wieder kein Platz mehr. Sorry :)


Preis (5/5)

Beide Vorspeisen kommen auf je € 14,50. Für die Portion Beef Tartar vollkommen in Ordnung und wer schon mal selbst Burrata gekauft hat, weiß wie teuer das wird. Die Linguine und der Thunfisch machten jeweils € 23,50 aus - das passt meiner Meinung nach auch so. Eine Freundin hat zuletzt so treffend festgestellt: Preise sollten einen selten schrecken, immerhin weiß man ja vorher wohin man essen geht.


Wiederkommen?

Absolut! Das großartige Ambiente, das leckere Essen und der nette Service haben unseren Jahrestag gekrönt.


Das sind übrigens wir. Ich dachte es ist an der Zeit, dass wir uns auch mal zeigen. Hi :)

Noch ein Wort..

Den süßen Salzsteuer habe ich Herbert getauft. Niedlich ist er, oder? Herbert und seine pfeffrige zweite Hälfte kann man im Klee um € 25 erwerben wobei die Hälfte davon an das St. Anna Kinderspital gespendet wird. Im Klee gibt es zudem auch sehr individuelle Häferl, die von Jung und Jungebliebenen, wie man auf der Homepage nachlesen kann, ebenfalls für das Kinderspital bemalt wurden.

Alles Liebe,
eure Janine


Infos

Standort

Amundsenstraße 10
1170 Wien


WWW


www.klee.wien/

Öffnungszeiten

Montag bis Sonntag: 11:00 - 24:00 Uhr
(Küche: 11:30 bis 22:30 Uhr)

November bis März
Montag bis Sonntag: 11:00 bis 23:00 Uhr
(Küche: 11:30 bis 21:30 Uhr)

Reservierung

online hier oder telefonisch unter +43 1 480 51 50

Erreichbarkeit

43A Marswiese
43B Hanslteich

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