Samstag, 11. Februar 2017

Glasweise - Ein Gläschen Wein oder zwei? Und Essen?

Hallo meine Lieben,

ich dachte nicht, dass die "vorlesungsfreie Zeit" so viel ausmacht, aber derzeit bin ich innerlich etwas ruhiger und das ist für eine ohnehin quirrlige und kopflastige Person wie mich äußerst angenehm. Vermutlich liegt's auch daran, dass die Arbeitskollegin zurück ist und noch bin ich auch recht gelassen was die Uni-Prüfung im März angeht. Ich studiere ja gern, aber ich bin auch froh, dass ein Ende in Sicht ist und ich genau weiß was noch ansteht.

Umso wichtiger ist es sich zwischendurch eine Auszeit zu nehmen. Deshalb habe ich mich zuletzt mit meiner liebsten Schulfreundin aus der HAK-Zeit getroffen, obwohl wir keine Karten für's Theater bekommen haben. Glück im Unglück, denn so bleibt mehr Zeit zum Quatschen :) Wir sind beim Glasweise geblieben, da wir danach eigentlich in die Volksoper gehen wollten, aber es läuft eben oft anders als man denkt..


Ambiente (5/5)

Mit Ziegelmauern trifft man bei mir eigentlich immer ins Schwarze. In dem Fall waren sie zwar weiß, aber das macht nichts ;) Die Einrichtung ist ohne viel Schnickschnack, aber trotzdem gemütlich und warm. Wir saßen auf grauen Polstersessel, die man am Foto allerdings nicht sieht. Die großen Fenster bieten die Möglichkeit das Treiben auf der Währinger Straße zu beobachten. Kurz und knapp: Gefällt mir.


Service (5/5)

Da wir von der Uhrzeit her recht früh reserviert haben, hatten wir nach einer herzlichen Begrüßung auch freie Platzwahl. Unsere Fragen zu Portionsgrößen sowie Empfehlungen wurden freundlich und kompetent beantwortet, aber auch bei der Weinempfehlung war man nicht überfragt. Bei einem Lokal, das sich selbst als Weinrestaurant bezeichnet, erwartet man das natürlich auch. Wir saßen kaum vor leeren Gläsern und so fand das ein oder andere Gläschen Wein Platz auf unserem Tisch. Aus irgendeinem Grund vermute ich, dass der Chef selbst den Service übernommen hat. Ein wirklich herzlicher Mensch, aber stellenweise war er uns schon fast zu freundlich - ja, sowas soll's auch geben. Ein bisschen an der Grenze, aber immer noch vollkommen in Ordnung, sodass wir uns wirklich willkommen und umsorgt fühlten. Deshalb die vollen Punkte.


Geschmack (4/5)

Unsere anfänglichen Überlegungen uns mit Vorspeisen den Bauch vollzuschlagen, wurden über Board geworfen, da wir doch lieber auch etwas von den Hauptspeisen probieren wollten. So kamen doch, aber nicht nur, als Vorspeisen ein Entencarpaccio mit Rote Beete-Tartar und eine Topinambur-Suppe auf den Tisch. Beides von der Spezial-Karte, weshalb ich auch nicht nachlesen kann was außer Avocado noch in meiner Suppe war, weil ich mich gerade partout nicht genau daran erinnern kann. Woran ich mich jedoch erinnere ist, dass sie vorzüglich war und auch nicht zu heiß, sodass ich mir gleich die Zunge verbrenne. Ich durfte auch am anderen Teller stibitzen und konnte mich damit selbst überzeugen, dass das Carpaccio der Suppe in Nichts nachstand. Beides sehr lecker und mit den unterschiedlichen Komponenten eine Gaumenfreude.

Geschmortes Lammhaxerl mit Süßkartoffelgratin und Ratatouille und Wolfsbarsch mit Erädpfeln und Ratatouille waren unsere Hauptspeisenwahl. Der Fisch war äußerst gelungen, der Garpunkte perfekt und mit knuspriger Haut. Das Ratatouille war wie es sein muss und wunderbar abgeschmeckt. Mein Lammhaxerl sah sehr lecker aus, war mir aber leider etwas zu trocken und beim Süßkartoffelgratin habe ich das "süß" der Kartoffeln und eine Prise Salz vermisst. Letzteres soll aber das kleinste Problem sein. Dennoch könnte man hier etwas nachschärfen, daher auch der Punkte Abzug.

Da wir die Finger doch nicht ganz von den Tapas lassen konnten, entschieden wir uns anstatt einer Nachspeise für die pochierte Birne mit Ziegenkäse und Proscuittochips und Datteln im Speckmantel. Bei den Datteln kann man ja eigentlich nicht wirklich was falsch machen und so war es auch im Glasweise. Da ich immer noch meinen Faible für Ziegenkäse hege, war ich besonders auf die Birne gespannt. Leider war die Zusammenstellung etwas unspektakulärer als erhofft, denn in Ordnung und wer nicht versucht, der wird eben nicht wissen :)


Preis (5/5)

Das Lammhaxerl kommt auf € 16,90 was für die Portion und das Gericht durchwegs in Ordnung ist. Bei der pochierten Birne und den Speckdatteln kommen wir auf € 5,90 bzw. € 5,50. Als kleiner Snack zum Wein passt das wunderbar. Gesamt kam jeder von uns für zwei Gläser Wein, zwei Tapas und die Hauptspeise auf ca. € 40 und das passt auch so. Das Ambiente ist toll, das Essen im Großen und Ganzen durchdacht und mit Liebe gekocht. Gekrönt wird das ganze mit einem sehr freundlichen und aufmerksamen Service.

Wiederkommen?

Obwohl mein Lammhaxerl nicht das Highlight des Abends war, finde ich das Konzept dennoch erfolgsversprechend und einladend. Deshalb komme ich gerne wieder, wenn ich mal in Uninähe bin oder falls wir das nächste Mal doch Karten für die Oper nebenan ergattern :)

Alles Liebe,
eure Janine


Infos

Standort

Währinger Straße 74
1090 Wien

WWW
www.glasweise.com

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag, Sonntag: 17:00 - 24:00 Uhr
Freitag bis Samstag: 17:00 - 02:00 Uhr

(Küche bis 23:30 Uhr)

Reservierung

hier oder telefonisch unter +431 1 922 10 52

Erreichbarkeit

U6 Währinger Straße/Volksoper
5/37/38/40/41/42 Spitalgasse/Währinger Straße

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Bitte vergiss nicht auf deine E-Mail-Adresse