Donnerstag, 13. Juli 2017

Meine Routine gegen Lebensmittelverschwendung

Hallo meine Lieben,

heute habe ich leider kein Essens-Foto für euch ;) Zur Abwechselung geht es diesmal nicht um ein neues Rezept oder einen Lokalbericht, aber weiterhin um Essen. Das Thema liegt mir sehr am Herzen, denn ich hasse Lebensmittelverschwendung. Das liegt in der Familie und wurde ziemlich sicher schon von Kindesbeinen an mitgegeben. Schon mein Opa hat das Verschimmelte vom Apfel weggeschnitten und den Rest trotzdem gegessen - hat ihm nie geschadet :)

Meine Routine beginnt meistens am Donnerstag, wenn ich Martins Dienstplan für die kommende Woche weiß und entsprechend (Essens-)Pläne schmieden kann. Dann ist nämlich klar wann ich für mich alleine koche und damit "alle seltsamen Sachen" zubereiten kann und wann Martin Küchendienst hat. Meine bessere Hälfte ist ja nicht so einfach, wenn es um Essen geht. Dazu kommt, dass Couscous und Co nicht sehr hoch im Kurs stehen. So sehr ich mich nämlich freue, wenn er Frühdienst hat und wir einander mehr zu Gesicht bekommen, vermisse ich "mein" Essen früher oder später doch ein wenig.


Essensplan

Da das Leben fast immer andere Pläne hat, lasse ich in der Planung prinzipiell einen Tag aus. Entweder habe ich dann doch mal auf etwas anderes Lust und man trifft sich mit Freunden oder Familie und geht außerhalb essen. Weil es schnell verderbliche Ware wie Gemüse oft nur in größeren Mengen zu kaufen gibt, plane ich beispielsweise zwei Gerichte mit Zucchini und Schwammerl. Ansonsten versuche ich die Gerichte möglichst abwechslungsreich zu gestalten, sodass es mal Reis, mal Pasta und viel Gemüse gibt.


Einfrieren

Eine andere Variante für Übriggebliebenes ist Einfrieren, denn das Tiefkühlfach ist ein guter Freund und Weggefährte gegen Lebensmittelverschwendung. So haben wir fast immer Schwammerl für das nächste Risotto eingefroren, denn da ist es egal, wenn sie ein bisschen gatschig sind. Auch übrig gebliebene Karotten werden geschält und im Ganzen eingefroren, sodass man bei der Wiederverwertung in der Form flexibel ist. Es wird etwa immer ein großer Topf Bolognese gemacht und der Rest in die Tiefkühlung verfrachtet - perfekt, wenn es einmal schnell gehen soll oder man keine Lust hat sich in die Küche zu stellen. Das funktioniert bei einigen Dingen und an faulen Tagen kommt das sehr gelegen. Auch die Riesenzucchini von Mama, die ihr letztens in den Instastories gesehen hab, ruht nun im Eis und wartet darauf zu Suppe verarbeitet zu werden. 

Einkaufsliste

Ich glaube die Einkaufsliste ist schon wie das Amen im Gebet oder genauso bekannt wie dass man nicht hungrig einkaufen gehen soll, aber nicht weniger wichtig. Ich schreibe immer zwei Einkaufslisten, weil wir in zwei Supermärkten einkaufen. Das meiste versuche ich beim Hofer zu besorgen, da es dort einfach günstiger, aber qualitativ nicht minderwertiger ist. Wir haben das Schreiben von Einkaufslisten und den wöchentlichen "Großeinkauf" eine Weile vernachlässigt und das geht spürbar ins Geld, wenn man täglich nur Kleinigkeiten einkauft. Nun bin ich darauf bedacht, dass Faulheit eben doch nicht immer siegt (der Billa liegt genau am Weg in der Gasse von der Straßenbahn-Station zur Haustür). Die zweite Liste ist für den Billa und da kommen nur jene Dinge drauf, die Hofer nun mal nicht führt. Beim Hofer kenne ich mich sogar so gut aus, dass meine Einkaufsliste mehrere Spalten hat und ich die einzukaufenden Posten sogar richtig "einordnen" kann. Martin hat das schon mal gelobt, wenn man doch mal in Eile einkauft, ist es praktisch keine unnötigen Meter zu laufen ;) 

Noch wichtig bei der Einkaufsliste: Lest euch das Rezept nochmal für alle Zutaten durch bzw. denkt es durch, damit auch nichts ausgelassen wird. Vergesst nicht, dass ihr auch frühstückt und plant ein paar "Snacks" für Zwischendurch ein.


Arbeitskollegen eine Freude machen

ist mein dann wohl der erste Punkt, der  nicht mit E beginnt. Wir haben uns in der Arbeit aufgrund fehlender Alternativen und um die Geldbörse zu schonen angewöhnt hie und da etwas von Zuhause mitzunehmen. Das hat auch den Vorteil, das größere Einkaufsmengen wie bei Gemüse nicht so stören und mehr kochen ist ja eigentlich kein zusätzlich Aufwand, wenn man sowieso in der Küche steht. Außerdem sammelt man Pluspunkte bei den Kollegen :) Wir wechseln uns meistens ab. Wenn das sehr einseitig ist, kann man die Anderen auch um einen Solidaritätsbeitrag bitten - erfahrungsgemäß stört sich daran niemand.


Restlverwertung

Wenn mal kleine Mengen übrig bleiben, muss man diese nicht immer gleich wegwerfen. Würstel oder Erdäpfel kann man am nächsten Morgen zur Eierspeis hinzufügen. Diverse Gemüsereste lassen sich toll zu einer Gemüsepfanne mit Feta, einer Faschiertenpfanne oder Ratatouille verarbeiten.

MINDESThaltbarkeitsdatum

Man soll zwar nie einer Studie glauben, die man nicht selbst gefälscht hat, aber ich bin sicher, dass viel zu viele Lebensmittel im Müll landen, die noch genießbar wären. Es heißt ja nicht "sofort wegwerfen am...". Ich hab' auch schon Joghurt gegessen, dass seit zwei Wochen abgelaufen war. Hier gilt das simple Prinzip: schauen und riechen.


Falls ihr noch weitere Tipps habt, lasst es mich wissen!

Alles Liebe, 
eure Janine


Kommentare:

  1. Super, ich mache es auch so - allerdings meistens am Montag. Die Einkaufsliste nach Regalen vom Hofer zu "ordnen" find ich super, DAS braucht mein Mann!!! Vielen Dank für die Idee, glg aus Tirol Uli

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    1. Liebe Uli, vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Freut mich, dass ich euch helfen konnte :) Der Hofer hat übrigens vier Gänge, lass dich von meiner Liste nicht täuschen, die drei Spalten sind eine falsche Gewohntheit :) Nicht dass das deinen Mann irritiert ;) Liebe Grüße, Janine

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  2. Das ist eine gute Idee mit dem Vorplanen und Liste schreiben ;-)
    Ich selbst kaufe immer spontan ein oder überlege mir kurz vorher was ich kochen möchte und gehe dann einkaufen..
    Ich hasse Lebensmittelverschwendung auch total und leider kommt es dann doch hin und wieder vor, dass ich etwas wegschmeißen muss (vor allem Obst...)

    Ich wünsche dir noch einen angenehmen Tag!

    Alles Liebe, Patricia

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    1. Liebe Patricia, das hab ich auch probiert, allerdings kam mir das doch um einiges teurer. Weggeworfen habe ich zum Teil sogar mehr, weil ich eben nicht doppelt geplant hab bei den größeren Mengen leicht verderblicher Ware. Bei überreifem Obst mach ich immer gerne Smoothies :)

      Sonnige Grüße aus Wien,
      Janine

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