Donnerstag, 24. August 2017

5 Jahre Stein & Semmel: Wie alles begann..

Hallo ihr Lieben,

manchmal gibt es Menschen, die nur ganz kurz in unserem Leben verweilen und andere halten es doch ein ganz schönes Zeitchen mit uns aus. Ein halbes Jahrzehnt (klingt doch klasse, oder? :) habe ich nun schon denselben Mann an meiner Seite. Durchgestanden haben wir schon einige Höhen und Tiefen, manche von uns selbst verursacht, manche außerhalb unseres Einflusses.


Aber beginnen wir am Anfang..

2012 habe ich an der HAK maturiert und bin traditionsgemäß auf Maturareise geflogen. Als Single und mit einer Schulkollegin gemeinsam - jener, mit der ich heute noch immer gerne ins Theater und Essen gehe :) Zur After-Maturareise-Party war sie zum Glück (damals noch leider) krank und da ich trotzdem motiviert zum Feiern war, meinte eine Freundin ich soll doch nach Velden zur Fete Blanche kommen. Da wollte ich nie hin. Eigentlich dachte ich, dass dort nur Snobs rumlaufen wie mans eben so im Fernsehen sieht. Aber dank Gleitzeit und Sommerlaune zischte ich Nachhause und warf einfach alles was weiß war in meinen Koffer und tuckerte über 4 Stunden nach Kärnten..

Diese Freundin machte dort gerade ein Praktikum und die Familie hat eine kleine Wohnung im Ort in der ich auch übernachten konnte. Mit von der Partie war ein ehemaliger Arbeitskollege von ihr. Da in mir dann doch manchmal das Mädchen-Mädchen durchkommt, haben wir zum Fertigmachen etwas länger gebraucht und der Dritte im Bunde ist schon mal vorausgegangen. Als wir dazustießen, saß da eben noch Martin am Tisch, der ebenfalls ein ehemaliger Arbeitskollege des Dritten war und so begegneten wir uns. Ich muss auch jetzt beim Schreiben noch schmunzeln, wenn ich daran denke wie anders er damals noch ausgesehen hat, so ohne Bart. 

Was aus einer Fortgeh-Bekanntschaft doch alles werden kann..

Im Gegensatz zu mir waren die beiden Anderen nach nicht allzu langer Zeit nicht mehr motiviert weiter die Puppen tanzen zu lassen. Ich schon - immerhin bin ich doch nicht eine gefühlte Ewigkeit im Zug gesessen um nach 2 Stunden das Party-Handtuch zu werfen. Wer schon mal in Velden war, weiß, dass man sich dort kaum verlaufen kann und so war ich mir sicher, dass ich den Weg zur Wohnung auch alleine finden würde. Außerdem war Martin ja kein komplett Fremder und so beschlossen wir zu zweit weiter durch die weiße Menge zu ziehen. Bei der Erkenntnis, das der nette junge Mann jünger als ich ist, hätte mich fast der Schlag getroffen, aber heute seh' ich das nicht mehr so eng. Was ist schon ein Jahr? Geendet hat das alles bei einem wunderschönen Sonnenaufgang über dem Wörthersee und einer neuen Handynummer - falls man sich verliert, ihr versteht schon  :) Sagen wir mal die Zwei waren beim Aufstehen etwas fitter als ich..


Wieder Zuhause und zurück..

Zurück in Wien ging für mich vorerst alles weiter wie gehabt. Das Praktikum fertig machen, fürs Studium anmelden und den Alltag schupfen. Nur telefonierte ich nun täglich mit einem Kärntner und wir redeten über Gott und die Welt. Da wir uns gut verstanden und da ein Funke war, kam bald die Idee auf, dass ich doch wieder in den Süden kommen soll. Gesagt getan: Ein Wochenende wurde vereinbart. Dabei blieb es allerdings nicht. Schon damals machte uns der Gastronomie-Job durch Dienstplanänderungen einen Strich durch die Rechnung und so blieb ich schlussendlich für eine ganze Woche. Als wäre es ganz normal ging ich einkaufen und kochte während Martin in der Arbeit war und genoss mit einem Buch in der Hand auch die Zeit allein auf dem Balkon. Gegensätzlich dazu kam es mir jedoch komisch vor, dass auch meine Wäsche in der Maschine landete, aber für eine so lange Zeit hatte ich schlichtweg nicht gepackt. In dieser Zeit lernte ich viele seiner Freunde kennen und wir machten zahlreiche Ausflüge. Jeder wusste, dass da etwas war, aber ich glaube wir selbst konnten noch nicht sagen was daraus tatsächlich wird..

Ein zweistündiges Telefonat später..

Bevor ich hier weiterschreibe, muss ich kurz erklären, dass es sich bei meiner vorhergehenden Beziehung um eine Fernbeziehung handelte. Mit deutlich kürzerer Distanz, aber dennoch war ich diesbezüglich ein gebranntes Kind. Als mir Martin dann bei einem nächtlichen Telefonat eröffnete, dass er der Meinung sei, dass wir es probieren sollten, war ich erst mal skeptisch. Nachdem er mir aber versprach, dass er ohnehin in näherer Zukunft nach Wien ziehen wollte, willigte ich doch ein. Zu groß war die Neugier und zu wild die Schmetterlinge..

Vorherbestimmung..?

Bis heute wundere ich mich über diese vielen Zufälle, die dazu geführt haben, dass wir uns überhaupt begegnen. Aber es sollte wohl so sein. Diese Zeit und auch was folgt hat mich viel gelehrt. Manchmal über den eigenen Schatten springen und sich etwas trauen - das sollte ich öfter tun :)

Neugierig was verflixt nochmal es mit Stein und Semmel auf sich hat? Das verrate ich beim nächsten Mal ;)

Alles Liebe,
eure Janine

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