Mittwoch, 20. Dezember 2017

Palazzo: Kings & Queens (Einladung/Werbung)

Hallo meine Lieben,

das Palazzo mit Töni Mörwald als Schirmherren gehört schon zum Klassiker in der Winterzeit. Das Motto des heurigen Spiegelpalastes im Prater ist "Kings & Queens". Es wird die Geschichte eines Königshauses in 3 spektakulären Artistik-Akten erzählt. 

Das Palazzo vereint Kulinarik mit Unterhaltung und ich muss sagen, die Mischung hat schon was..

Zwiebeltarte an Champagnerkraut mit Erbsenpüreeund karamellsiertem Apfel (veg. Menü)

Ambiente (4/5)

Der Spiegelpalast an sich ist bereits ein Paradoxon. Von außen wirkt das Zelt gar nicht so groß wie es von innen schließlich wirkt und dennoch hat man es sich noch etwas größer vorgestellt. So oder so haben im Inneren jedenfalls ganz schön viele Gäste Platz. Wie gewohnt gilt, dass die kostspieligeren Tickets näher an der Bühne sind. Wenn man nicht gerade den Tisch neben der Bühne bucht, hat man eigentlich von überall einen wunderbaren Blick auf das Geschehen. Das Spiegelpalast-Zelt wirkt insgesamt imposant und strahlt einen eigenen Charme aus. Man fühlt sich wie im Zirkus und zeitgleich durch die schick eingedeckten Tische wie in einem guten Restaurant. 

Da wir nur zu zweit unterwegs waren, saßen wir gemeinsam mit einem weiteren sehr netten Pärchen am Tisch. Ein genauerer Blick auf die großen Tische führt mich zu meinem Kritikpunkt, denn dort war es für die Gäste an der Stirnseite wirklich eng. Bei schlanken Menschen geht sich das Menü noch aus, wer ein Bäuchlein mit sich rumträgt, muss dieses ganz schön einziehen. 

Einmal konnte ich das Gebrüll und Gelächter vom Vergnügungspark wahrnehmen, aber das verebbte schnell und war verkraftbar. Alles in allem fühlt man sich im Palazzo sehr wohl, es ist angenehm warm und macht einen gemütlichen Eindruck. Lediglich das Licht ist für passionierte Futterfotografen ein Mühsal, denn Weißlicht gibt es kaum und so haben die Gänge einen Blau- oder Rotstich- deshalb greife ich für diesen Beitrag diesmal auf die Pressefotos zurück.

Weiße Erdäpfelcremesuppe mit wildem Majoran, gebackenem Wachtelei und Trüffel-Pommes frites

Service (5/5)

Unsere Kellnerin stellte sich kurz nachdem wir Platz genommen hatten bereits namentlich vor und war dann auch den ganzen Abend für uns da. Die junge Dame war sehr freundlich und geduldig, wenn man noch ein wenig brauchte um sich etwa für den Wein oder das Getränk zu entscheiden. Auch die Kollegen und Kolleginnen waren nicht um ein Lächeln verlegen und die Getränkebestellungen fanden immer flott Einkehr auf unserem Tisch. 

Obwohl zwischen den Tischen teilweise nicht sehr viel Platz war, verlor das Servicepersonal nicht den Humor, ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und die Glocken auf den Tellern wurden dennoch (fast) gleichzeitig gehoben. Das verdient die volle Punktzahl.

Vorspeise: Dreierlei Fisch

Geschmack (3,5/5)

Toni Mörwald hat schon mehrere Auszeichnungen erkocht und so erwartet man natürlich auch fantastische Küche. 

Als Vorspeise wurde dreierlei Fisch gereicht: Geräucherte Bachforelle mit roten Rüben, Oberskren und Kerbel, außerdem Saibling mit Schnittlauch, Traubenkernöl und Limettencreme sowie Sashimi vom Waller mit Wasabi, Ingwer, Chili und Kräutersalat. Alle drei Fische waren geschmacklich einwandfrei und eine interessante Kombination. Lediglich beim Kräutersalat hätte ich mir ein Dressing gewünscht, da ich mich bei "trockenem" Salat immer etwas häsisch (Hase) fühle.

Eine weiße Erdäpfelcremesuppe mit wildem Majoran, gebackenem Wachtelei und Trüffel-Pommes frites stellte den Zwischengang. Von der Konsistenz war sie wunderbar cremig und die Wachteleier sind einfach ein genialer Blickfang und gebacken auch noch ganz besonders im Geschmack. Allerdings herrschte am Tisch Einigkeit, dass sie recht würzig bzw. etwas scharf geraten ist.

Confierte Entenkeule an Champagnerkraut mit Erbsenpüree, Grammelknödel und karamellisiertem Apfel gab es als dritten Gang. Die Ente war schön saftig, das Erbsenpüree ließ keine Zweifel an der Erbse und das Kraut war schmackhaft und neben dem Apfel meine liebste Komponente auf dem Teller. Ich kann nicht genau erklären wieso, aber das Knöderl hätte es für mich nicht gebraucht. 

Die Nachspeise bestand aus Pralinenstollen von dunkler Schokolade mit Krokant und Nougat an Sauerkirschen, Eierlikör-Eis und Punsch-Zabalone. Mittlerweile hab ich mich ja schon zum Fan von dunkler Schokolade gemausert. Daher war ich mit dem kleinen Schokoschock mit der säuerlichen Kirsche sehr zufrieden. Vom Eierlikör-Eis hätte gern noch etwas mehr am Teller sein dürfen ;)

Confierte Entenkeule an Champagnerkraut, Erbsenpüree, Grammelknödel  und karam. Apfel

Entertainment (5/5)

Man kann es bei einem Besuch im Palazzo nicht außer Acht lassen, deshalb wird für diesen Beitrag ein neuer Punkt eingeführt - Tadaaa, Magie und Zauberei, die sogar einen Zirkus erblassen lässt ;)

Ganz direkt: Die Künstler haben's einfach drauf. Sie sind aus aller Welt und harmonieren auf der Bühne großartig miteinander. Die königliche Geschichte wird immer zwischen den Gängen erzählt, sodass gar nicht erst das Gefühl entsteht zu warten. Die Einlagen reichen von einem Schleuderbrett, über Tuchakrobatik, Tanz und Hulla Hoop bis hin zum Fangstuhl mit atemberaubenden Einlagen in luftiger Höhe.

Alles spielt sich mit einem kleinen Augenzwinkern und viel Nähe zum Publikum ab. Wer von den Herren mutig genug ist, kann sich als Anwärter auf die Prinzessin aufstellen lassen ;)

Palazzo Spiegelpalast

Preis (4/5)

Die Tickets kosten freitags und samstags zwischen € 98 und € 160 pro Person, unter der Woche bzw. am Sonntag sind sie etwa 10 Prozent günstiger. Das klingt im ersten Moment etwas viel, wenn man aber bedenkt wie viel Aufwand und wie viele Personen dahinterstehen, relativiert sich dieser Eindruck wieder. Man bekommt für das Geld wirklich etwas geboten, denn die Show lässt hie und da schon mal Kinnladen herunterklappen und das Essen ist ein Genuss.

Wiederkommen?

Jedes Jahr wäre es mir vermutlich zu viel, aber im Grunde bin ich einem weiteren Besuch ganz bestimmt nicht abgeneigt.

Herzlichen Dank an Thorsten von Promotion Werft für die Einladung.

Alles Liebe,
eure Janine

Infos

Standort

Prater
Ausstellungsstraße/Perspektivenstraße
1020 Wien

WWW

http://www.palazzo.org/wien/

Öffnungszeiten

19. November 2017 bis 11. März 2018

Donnerstag - Samstag: 19:30 Uhr (Start)
Sonntag: 18:00 Uhr (Start)

Einlass immer eine Stunde vorher

Reservierung 

online hier

Öffentliche Erreichbarkeit

U2 Messe-Prater
Praterstern (ein kleines bisschen weiter zu gehen)

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