Donnerstag, 22. Februar 2018

Vollpension: Frühstück wie bei den Großeltern

Hallo ihr Lieben,

wenn Freunde zu mir sagen, dass es mal wieder Zeit wird um Frühstücken zu gehen, huscht mir gleich mal ein schelmisches Grinsen übers Gesicht und ich zücke meistens meine Liste. Seltsam eigentlich, da wir eigentlich schon einige gute Frühstückslokale kennen. Allerdings suchen wir gerne neue Ideen oder Restaurants, denn kann man ausreichend Möglichkeiten zum Brunchen kennen? Außerdem benötigt der Blog ja Futter ;)

Die Vollpension hat einen spannenden und zuckersüßen Hintergedanken: Jung und Alt zusammenbringen. Wer mag Essen von der Oma denn nicht? So bereiten Omis und Opis in der Vollpension täglich frische Mehlspeise zu. Zum dort Essen oder zum Mitnehmen.


Ambiente (5/5)

Es ist kitschig. Es ist wie bei den Großeltern daheim. Die weiße Ziegelwand mit vielen, unterschiedlichen Fotos ist ein zuckersüßer Blickfang und lädt immer wieder ein um den Blick schweifen zu lassen und zu schmunzeln, wenn man eine bekannte Frisur aus früheren Zeiten entdeckt ;) Auch die Möbel sehen aus wie von den Großeltern gemopst oder vererbt. Zu den WC-Anlagen gelangt man durch so einen rasselnden Fadenvorhang. Zum Glück sind die Fliesen aber nicht grün oder braun gesprenkelt :D 

Der einzige kleine Wermutstropfen war, dass der Tisch für sechs Personen gar klein geworden wäre und man auf der Couch beim Essen etwas "zusammengestaucht" sitzt - wie beim Couchtisch eben.


Service (5/5)

Während unseres Besuchs gab es durchgängig Service, obwohl auf einem kleinen Tischkärtchen etwas anderes zu lesen - da blicken wir noch nicht ganz durch. Nichtsdestotrotz war sowohl Jung als auch Alt trotz des ganzen Trubels sehr freundlich, geduldig und aufmerksam. Es wird darauf geachtet, dass nicht mehr benötigtes Geschirr flott mitgenommen wird, sodass man mehr Platz hat.

Es kam zwar nicht so oft jemand vorbei um zu fragen, ob wir noch etwas benötigen, aber ein kurzes Winken oder Bescheid geben, hat meistens ausgereicht um baldigst die nächste Bestellung aufzugeben. Der junge Mann blieb sogar freundlich, obwohl er zig Leuten erklären musste, dass sie ausreserviert sind (Zu acht einfach mal spontan frühstücken gehen, ist eben auch mutig). Ich persönlich fände das ja sehr mühsam..

Auch die Omi, die zwischendurch mal eine Runde ging und vielleicht aushalft, versprühte großmütterlichen Charme.


Geschmack (5/5)

Erwartungsgemäß gibt es bei den Großeltern bodenständiges Frühstück, gespickt mit modernen Elementen und unter Rücksichtnahme auf die Trends in der kulinarischen Welt.

Die Herren in der Runde entschieden sich bei für "Opa Pikant". Darin enthalten sind eine Semmel, eine Scheibe Schwarzbrot von Joseph Brot, Butter, Paprika-Tomatenbutter, Löffelkäse, Beinschinken und Bio Salami vom Mangalitzerschweindi (Thum), Bergkäse, Kren, Essiggurkerl, Tomaten, Gurken und ein weiches Ei vom Freiland-Pipi. Sie waren beide zufrieden und anschließend angenehm satt.

Ich entschied mich diesmal gegen Fleisch und orderte die "Xunde Tant'", also zwei Scheiben Joseph-Schwarzbrot, Löffelkäse, Karotten- und Roterübe-Apfelkren-Aufstrich, geröstete Sonnenblumenkerne, Gouda, Brie, Ofen-Kräuter-Gemüse, Gurke, Bio-Ei und Weintrauben. Wie ich, bestellten die Jungs noch Gebäck nach. Irgendwie war das etwas viel Aufstrich für zwei Scheiben Brot und noch zusätzlichen Belag :) Die Aufstriche in der Vollpension sind wunderbar abgeschmeckt und man erkennt jede Komponente. Über das phänomenale Josephbrot muss man ja gar kein Wort mehr verlieren, oder? Einzig das Ofen-Kräuter-Gemüse hätte ich mir warm vorgestellt, so war es quasi wie Antipasti. Dennoch insgesamt ein gelungenes Frühstück.

Meine weibliche Verstärkung hat sich für die Fastenzeit eine Vegan-Challenge auferlegt und bestellte das "Kerndlfresser". Sie erhielt somit ebenfalls zwei Scheiben vom Joseph-Schwarzbrot, Ofen-Kräutergemüse, Karottenaufstrich, Tomaten und Gurken sowie geröstete Sonnenblumenkerne und einen Obstsalat. Geschmeckt hat das viele Gemüse jedenfalls :)

Wer keine der Kombinationen mag, kann sich die Komponenten auch selbst zusammenstellen oder man teilt sich ein Erbschleicher-Frühstück mit allem drum und dran. Ebenso gibt es Weißwürstel, natürlich Mehlspeise frisch aus der Vitrine zu wählen oder Jausen-Variationen.

Preis (5/5)

Die Preise sind zwar nicht wie zu den jungen Zeiten von Oma und Opa, aber durchwegs anständig. Das Opa Pikant sowie die Xunde Tant' schlagen mit jeweils € 8,90 und das Kerndlfresser mit € 7,90 zu Buche. Vollkommen in Ordnung wie wir finden :)


Fazit

Das Ambiente ist grandios, ohne Frage. Die Idee dahinter und die Mehlspeise eine Wucht. Dennoch muss ich sagen, dass mich die Frühstücksauswahl trotz aller Liebe zum Detail wie den Namen, nicht vom Hocker gerissen hat.

Welches Essen verbindet ihr mit euren Großeltern?

Alles Liebe,
eure Janine


Infos

Standort

Schleifmühlgasse 16
1040 Wien

WWW

www.vollpension.wien

Öffnungszeiten

Dienstag bis Samstag: 09 - 22 Uhr
Sonntag: 09 - 20 Uhr

Reservierung 

online hier


Öffentliche Erreichbarkeit

U1 Taubstummengasse
U2/U4 Karlsplatz
U4 Kettenbrückengasse
1/2/Badner Bahn Paulanergasse

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