Donnerstag, 10. Mai 2018

Kitcha - Sticks & Rolls

Hallo ihr Lieben,

letzte Woche war ich mit einem meiner Lieblingsmenschen und meiner besten Futterin in crime im Kitcha in der Wiener Innenstadt. Wir schaffen es wirklich gut uns zumindest einmal im Monat zu treffen, wobei diese Begegnungen oft viel zu kurz ausfallen, weil wir hie und da so viel zu reden haben und gar kein Ende finden. Solche Menschen sind wirklich wertvoll.

Da das hier jedoch ein Essensbeitrag ist, kommen wir auch dazu :)


Ambiente (4/5)

Das Kitcha hat eine Ziegelsteinmauer - muss ich mehr sagen? Der vordere Teil ist mit verschiedenfarbigen Stoffsessel ausgestattet, die so bequem sind wie sie aussehen. Den Raum durchzieht eine Glastheke hinter welcher Essen und Getränke zubereitet werden. Im hinteren Teil hat jemand Geburtstag gefeiert - es gibt offensichtlich einen Raum, den man auch exklusiv mieten kann. 

Für mein Auge hat sich diese Glastheke mit der Neonröhre allerdings nicht gut in den Raum eingefügt und vermittelt eher Kantinenflair. Abgesehen davon gibt es im Restaurant ausreichend Licht und durch die Fensterfront kann man das Treiben draußen beobachten.


Service (2/5)

Dass ich oder auch wir beim Service kritisch sind, ist ja keine Neuigkeit. Aber auch ohne dies, konnte der Service bei unserem Besuch nicht wirklich punkten. Insgesamt wurde uns schlichtweg zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt, obwohl für die Personenanzahl ausreichend Personal anwesend war. 

Zu Beginn dauerte es keine ganz so lange Weile bis uns die Karten gebracht wurden. Es wurde Geduld bewiesen als wir noch ausredeten welche Vorspeise(n) wir nun wählen wollten. Der gemischte Vorspeisenteller war jedoch schneller da als die Getränke. Das fällt an einem Sommertag und dem damit verbundenen Durst leider doppelt auf. 

Obwohl die Gäste der Nebentische während unseres Aufenthalts wechselten und bedient wurde, hat man es verpasst und nach weiteren Wünschen zu fragen. Mit vollem Mund ruft es sich auch nicht so gut und schlussendlich saßen wir mit leeren Gläsern da. Zum Glück hatten wir jeweils einen halben Liter bestellt :)


Geschmack (4,5/5)

Wir zählen wie wohl viele andere zu den Gästen, die sich nicht entscheiden können und am liebsten einmal die Karte rauf und runter durchkosten wollen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass wir die gemischte Tapasplatte für Zwei orderten. Auf dieser fanden sich Edamame, Takoyaki (gebackene Teigbällchen mit Oktopus), Frühlingsrollen, Hühner Gyoza und Süßkartoffel-Tempura-Pommes ein.

Bei Edamame handelt es sich um Sojabohnen, die unreif geerntet wurden. Im KitchA wurden die Bohnen angebraten und die Schale schmeckte wie von einer Salzkruste überzogen. Geschmacklich erinnern die Bohnen wie ihr Aussehen am ehesten an grüne Bohnen. Wir haben sie "herausgezuzelt", sodass immer der Salzgeschmack dabei war. Bei den Süßkartoffel-Tempura schmeckten wir keinen wirklichen Unterschied zu den gewohnten Süßkartoffelpommes. Die Frühlingsrollen waren schön knackig, aber nicht fettig - hierzu wirklich ein Lob. Die größte Überraschung für Gaumen und Wissen waren die Takoyaki. Zugegebenermaßen hat uns da auch erst Doktor Google schlauer gemacht und wir verdrückten die schmackhaften Teigbällchen ohne zu wissen was wir da eigentlich essen.

Als Hauptgang gab es eine weitere dekorative Platte mit unterschiedlichen Rollen. Darunter Ebi Maki, die Pink Alaska Rolle mit Lachs, Cream Chease, Avocado, Masago (Fischeier), sprossen und Sesam sowie eine Spicy Tuna Rolle mit Tunfisch, Avocado, Bonitoflocken (Fisch), Masago, Chilifäden und Jungzwiebel. Mit Lachs und Avocado - bestenfalls noch in Kombination - kann man bei mir eigentlich nichts falsch machen und ich würde mir die Pink Alaska Rolle wieder bestellen. Im Vergleich zur favorisierten Spicy Tuna Roll waren die Ebi Maki eben Ebi Maki. Das ist keine negative Kritik, denn sie waren wirklich solide. Der scharfe Tunfisch in der Rolle im KitchA war unser Highlight. Wirklich gut würzig, aber nicht so, dass es den Geschmack der anderen Zutaten übertüncht.

Seit meinem Besuch im Klyo komme ich an keiner Grapefruit-Basilikum-Limonade mehr vorbei. Besonders, da ich noch ein paar testen muss, da sie Zuhause noch nicht so gut gelingen wollte ;) Auch die Limonade im KitchA war nicht zu verachten. Weniger gut hat der Maracuja Minz Eistee abgeschnitten. Die grüne Farbe des Minzsirups lies die Getränkekreation etwas giftig aussehen. Der Sirup ist hier ebenso der Kritikpunkt, denn frische Minze gibt es zur Genüge und für den Gaumen wäre diese angenehmer. 


Preis (4/5)

Für die Getränke wurden € 4,50 für den Eistee und € 4,90 für die Limonade (prickelnd) in Rechnung gestellt, jeweils ein halber Liter. Für die hippe Limonade ist dieser Preis in Ordnung, bei frischer Minze würde der Geldbeutel beim Eistee nicht so jammern.

Die Tapasplatte schlug mit € 14,50 zu Buche, die 6 Stück Ebi-Maki mit € 4,50 und die Rollen mit je € 12,90 bzw. € 13,90. Für die kulinarische Leistung und die Qualität der Zutaten ist das vollkommen in Ordnung.

Der Punkteabzug kommt aufgrund des Eistees (ja, man kann sich über Grünzeug richtig ärgern) und der mangelnden Serviceleistung zustande.


Fazit

Einen nicht ganz so positiven ersten Eindruck wett zu machen, ist wirklich nicht einfach. Mittlerweile gibt es auch einige asiatische Lokale, die ihr Handwerk richtig gut beherrschen. Service ist für mich und uns schlichtweg sehr wichtig. Wir werden also erst sehen, ob es einen weiteren Besuch gibt.


Alles Liebe,
eure Janine


Infos

Standort

Vorlaufstraße 2
1010 Wien

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Öffnungszeiten

Montag - Freitag: 11:00 - 22:00 Uhr
Samstag + Feiertag: 12:00 - 22:00 Uhr

Reservierung 

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