Dienstag, 19. Juni 2018

Datenight in The Bank im Park Hyatt

Hallo ihr Lieben,

einige von euch haben bestimmt schon mitbekommen, dass der Mr. und ich uns aufgrund seiner Dienstzeiten des Öfteren gar nicht so oft zu Gesicht bekommen. Dennoch halten wir es ja offensichtlich schon ein paar Jahre miteinander aus und diese Zeit hat uns gelehrt, dass bewusste gemeinsame Zeit enorm wichtig ist. Natürlich gibt es auch Tage wo wir einfach im Pyjama auf der Couch gammeln, aber hie und da darf es auch anders sein. Da verabredet man sich zur Datenight und brezelt sich auf. Füreinander und für sich selbst.

Zuletzt hat es uns endlich in The Bank Brassiere & Bar in die Innenstadt, genauer gesagt ins Park Hyatt, verschlagen. Das hatte ich schon länger im Auge, da ich mit einer Freundin Cocktails trinken war. Bei vorzüglichem Essen und genauso guten Cocktails kann man bei Martin absolut nichts falsch machen. Blieb nur noch zu hoffen, dass das Essen auch wirklich so gut ist..


Ambiente (5/5)

Etwas dekadent und protzig ist es schon - da waren wir uns einig. Ebenso darin, dass man sich aber dennoch nicht unwohl fühlt und man sich richtig gut vorstellen kann wie hier früher Bankkunden ein- und ausgingen. Ihr wisst schon, jene die mit dem Namen begrüßt werden und nicht jene, die erst mal ihre Karte abgeben müssen. Insgesamt ist die Halle - ja, kann man schon so sagen - wirklich imposant und das Auge ist eine ganze Weile beschäftigt. Wenn ich etwas als Manko anführen müsste, dann die kleinen Polster auf der Bank, die einem das Zurücklehnen erschweren. Nachdem er sich easy peasy aus dem Weg räumen lässt, kann ich hier nicht ernsthaft von einem Kritikpunkt sprechen.


Service (5/5)

Von der quirligen Empfangsdame bis zum Service und dem Barpersonal waren alle sehr freundlich und zuvorkommend. Uns wurde Zeit für die Entscheidung gelassen, die Gänge kamen in sehr angenehmen Abständen und unsere Kellnerin wünschte uns bei jedem Gang einen guten Appetit, auch wenn sie ihn nicht serviert hatte. Wie sage ich so gern? Gehoben, aber nicht steif, sodass man sich jedes mal fühlt als müsste man wie beim Militär aufrecht sitzen :)


Geschmack (4/5)

Es gibt einiges, das ich erst verspeise seit ich Martin kenne und zwei Gerichte bestellen wir in The Bank: Beef Tartar und Weinbergschnecken. Letztes habe ich zum ersten Mal auf einem Street Food Festival probiert. Die Konsistenz erinnert stark an Schwammerl wobei sie fast keinen Eigengeschmack aufweisen und es primär die Sauce dazu ausmacht. Das Beef Tartar mit Trüffel und Senfkavier hat voll und ganz meinen Geschmack getroffen. Die Weinbergschnecken waren für mein Empfinden etwas zäher als ich sie gewohnt bin. Jedoch war die Sauce fantastisch und wurde fleißig mit dem Erdäpfeltoast aufgetunkt. 

Was uns auch ausmacht nach fast 6 Jahren Beziehung? Wir hätten ohne Weiteres für den Anderen bestellen - lediglich über die Beilage war ich etwas erstaunt. Martin orderte das Rinderfilet aus Niederösterreich und dazu zweierlei gebratenen Spargel mit Sauce Hollandaise. Der Garpunkt des Steaks war perfekt getroffen und das Fleisch butterzart. Fast vom Sessel oder der Bank gehauen hat uns allerdings die himmlische und superfluffige Sauce Hollandaise. Ich war eigentlich der Meinung, dass ich die gar nicht mag - falsch gedacht, ich wurde überzeugt!

Für mich gab es ein Tunfischsteak mit Zwiebelkompott, Ingwer und Kresse. Zur Sättigung außerdem Erdäpfelpüree mit Schnittlauch und brauner Butter. Der Fisch war zart, hatte eine scharfe Note, aber ansonsten nicht wirklich Eigengeschmack. Mit dem Zwiebelkompott war die Komposition schon spannender, aber das gewisse Etwas hat mir gefehlt, auch wenn ich nicht benennen kann was das war. Das Erdäpfelpüree war vom Feinsten und obwohl ich gerne salzig esse, musste ich nicht zum Salzstreuer greifen - fantastisch abgestimmt also.

Genascht habe ich von der Nachspeise, dem Schokosoufflé mit Eis und Karamell. Es stand nicht dabei, aber irgendwie hoffe ich doch immer auf einen flüssigen Kern. Das Eis war fabelhaft und das Soufflé fluffig wie man es sich wünscht.

Wenn schon eine Bar dabei ist, ließen wir uns natürlich einen Absacker nicht nehmen. Während der Mr. bei einem klassischen Mojito blieb, entschied ich mich für den "Insurance" und bereute nichts. Beluga Hunting (Bitter), Honig, Pfirsich, Blutorange, Zitrone mit Basilikum und Rosmarin sind für mich eine großartige Zusammenkunft.



Preis (5/5)

Betrachtet man die Gesamtleistung von Ambiente, Service und Küche ist auch der Preis gerechtfertigt. Insgesamt ließen wir mit einer Flasche Wein und Wasser rund € 170,00 liegen. Dabei machte das Duzend Weinbergschnecken € 14,00 und das Beef Tartar (100 g) € 18,00 aus. Beides voll im Rahmen. Das Rinderfilet (200 g) kommt auf € 38,00 und das Tunfischsteak auf € 29,00. Pro Beilage muss man € 5,00 berappen und je Sauce € 1,00. Insgesamt kein günstiges Vergnügen aber alles in allem in Ordnung.



Fazit

Wir sind sowohl von der kulinarischen als auch der Serviceleistung überzeugt, auch wenn ich mir den Tunfisch nicht nochmal bestellen würde. Für mich gibt es ja noch andere interessante Gerichte auf der Karte und es kann gut sein, dass man uns wiedersieht :)

Alles Liebe,
eure Janine


Infos

Standort

Bognergasse 4
1010 Wien

WWW


Öffnungszeiten Abendessen


Montag - Sonntag: 18:00 - 22:30 Uhr

Öffnungszeiten Bar
Sonntag - Mittwoch: 06:30 - 01:00 Uhr
Donnerstag bis Samstag: 06:30 - 02:00 Uhr

Reservierung 

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