Montag, 27. August 2018

Das Glashaus: Dinner mit Rundumblick

Hallo ihr Lieben,

am Samstag war es wieder Zeit für das Treffen mit meiner Schulfreundin und Trauzeugin. Wie so oft probierten wir ein neues Lokal aus, auf das ich erst kürzlich gestoßen war. Kürzlich auch, weil das zweite Projekt von Philipp Kucher (Das Campus bei der WU) erst diesen Sommer die Pforten öffnete. Ich hatte vom Glashaus zuvor zwar nur das Frühstück auf Fotos gesehen, aber auch die Wochenend-Karte las sich wunderbar. Tatsächlich war die Zeitspanne von der Entdeckung bis zum tatsächlichen Besuch wohl nie so kurz gewesen wie beim Glashaus.. 

Pavlova
Lammragout mit Gnocchi

Ambiente (5/5)

Das Glashaus wirkt mit den Glasfronten bis zur Decke schon von außen imposant und einladend. Das Innere verbindet mit den hohen Decken mit den Rohren und den Stahlelementen wie beim Gelände im Obergeschoss und der Barkonstruktion bis zur Decke einen industriellen Charme mit gemütlichem Flair. Für Letzters sorgen insbesondere die Leuchten in Form von Laternen und die Holzsessel in gedeckten und warmen Farben. Insgesamt strahlt das Glashaus eine Gemütlichkeit aus, die zum Verweilen einlädt. 



Service (5/5)

Manchmal überkommt mich der Gedanke, dass ein Service dann richtig gut und trotzdem locker ist, wenn das Restaurant weiß wie gut es ist. Da kann man auch mal Schmäh führen und benötigt gar keinen Stock im Popsch um die Gäste zu beeindrucken und das Niveau zu unterstreichen. Alle drei Personen, die sich um unser Wohl sorgten waren mit einem Lächeln, Geduld für unsere Unentschlossenheit und Freundlichkeit unterwegs. Locker und kompetent - die Mischung macht's und deshalb gibt's hier auch volle Punkte.

Schweinebauch & marinierte Linsen 
Saibling, Junglauch, Chili, Ingwer, Tomate, Brot

Geschmack (4/5)

Als Gedeck wurde Sauerteigbrot von Öfferl mit geschlagener gesalzener Butter serviert - da trifft man bei mir ins Schwarze. Außerdem ist es ideal um dem ersten Hunger ein bisschen zu besänftigen.

Bei den Vorspeisen blieben wir trotz der verführerischen zusätzlichen Auswahl abseits der Karte noch bei den Gerichten, die uns schon bei der Recherche vorab angelacht hatten. So stellten den ersten Gang Saibling mit Junglauch, Chili, Ingwer und Tomate sowie Schweinebauch mit marinierten Linsen dar. Letzterer war butterzart und hat mich vollkommen überzeugt, obwohl ich Schweinefleisch gar nicht so gerne mag - das soll also etwas heißen. Der Saibling ist aufgrund seiner Säure für einen heißen Sommertag ideal, war mir persönlich aber etwas zu säuerlich.

Eine Rinderconsommé  mit Sahneschöberl wurde als Gruß aus der Küche geschickt. Passend, da am Samstag die Temperaturen die 20 Grad ja nicht überstiegen, da kommt was Warmes für den Bauch genau richtig. Die Consommé hatte es in sich und war schon einen Tick zu würzig.

Lammragout mit Gnocchi und Coq au vin mit Erdäpfelgratin waren unsere Hauptgänge. Das Lamm war sehr zart und die leichte Zimtnote machte die Komposition zu einem interessanten Gaumenschmaus. Auch das Huhn war wunderbar zart und saftig, die Karotten noch knackig, die Sauce angenehm sämig und die Gratin perfekt abgeschmeckt - nachwürzen war hier nicht notwendig.

Neben einer Flasche Gemischten Satz aus Maurer (das Glashaus setzt viel auf österreichische Weine) gönnten wir uns auch ein Dessert. Zwei eigentlich. Meine Begleitung entschied sich für die Pavlova mit Sommerbeeren und ich mich für das Basilikumparfait mit Erdbeeren. Da mir Pavlova von Vornherein zu süß ist, kann ich darüber auch kein schlechtes Wort verlieren. Mir wurde nur geflüstert, dass sich Ricotta mit Zitronenzeste anstatt des Schlagobers à la Schwiegermama noch besser machen soll ;) Wie gut, das ich mich an Parfait gehalten hab, denn das hat mich wirklich begeistert. Frisch, frech, fruchtig und einfach ein Spaß für die Zunge. Auch wenn Basilikum in Kombination mit Erdbeeren keine Unbekannte mehr ist, fühlt sich der Gaumen doch gekitzelt und amüsiert. Ich denke, das war mein persönliches Highlight des Abends.


Preis (4,5/5)

Mit der Flasche Wein und drei Gängen pro Person kamen wir auf rund € 100,00. Dabei macht die Flasche Gemischter Satz € 26,00, die Vorspeisen € 11,90 (Saibling) bzw. € 10,90 (Schweinebauch) aus. Für die Hauptgerichte berappelten wir rund € 18,00 und für die Desserts € 7,5 (Parfait) sowie € 6,50 (Pavlova). Die Rinderconsommé ist für mich neben der Säure des Saiblings ein wenig aus der Reihe getanzt, aber das ist as usual schon Sudern auf hohem Niveau. Insgesamt gibt es beim Preis daher kaum etwas zu meckern.

Fazit

Die Kombination aus Service, Kulinarik und Flair machen den Abend im Glashaus zu einer sehr schönen Zeit. An lauen Abenden bietet sich im Anschluss ein Spaziergang durch den Prater an.


Alles Liebe,
eure Janine

(Unbezahlte Werbung)

Basilikumparfait mit Erdbeeren 
Pavlova mit Sommerbeeren

Infos

Standort

Am grünen Prater 11
1020 Wien

WWW


Öffnungszeiten 

Montag bis Samstag: 09:00 - 24:00 Uhr (Küche bis 22:00 Uhr)
Sonntag und Feiertrag: 09:00 - 18:00 Uhr

Reservierung 

online hier
oder telefonisch unter +43 1 348 35 53

öffentliche Erreichbarkeit

U2 Krieau
82A Trabrennstraße

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